#SGEKOE – Der Trainer und der Sturm

von mauriziogaudino

Zwei Wochen Länderspielpause haben wir hinter uns gebracht. Zwei Wochen, in denen viel geredet und noch mehr geschrieben wurde, rund um den Verein unserer Herzen. Die letzten drei Partien waren alles andere als zufriedenstellend. Keine Frage. Die gefühlte Gleichgültigkeit, mit der die Mannschaft die Niederlage in Mainz quittierte, gibt Anlass zur Sorge. Die Erklärung dieser Niederlage durch den Trainer war durchaus irritierend. 

Der Trainer wird nach sieben Partien unter seiner Regie von den Medienschaffenden bereits harsch kritisiert. In einer ungewohnten Schärfe berichten langjährige journalistische Begleiter des Vereins. Es beginnt bei massiver Kritik an seiner Außendarstellung und den Presseauftritten rund um die Spiele. In Mainz vor allem nach der Partie. Der Sonderurlaub von acht Tagen sorgt für Unverständnis. Es werden Trainingsinhalte ebenso kritisiert wie Interna der Teambesprechungen. Wobei ich mich hier frage, wie Inhalte von Taktikanalysen es an die Öffentlichkeit schaffen konnten. 

Die Umstände der Verlängerung von Mario Götze und der Zeitpunkt der Veröffentlichung werden ebenfalls als Zeichen gegen den Trainer gewertet. Dieser solle nicht involviert gewesen sein. Man habe ihn lediglich informiert. Hier frage ich mich, ob das sehr ungewöhnlich ist oder nicht eher ein gängiges Procedere? Und auch hier stellt sich die Frage, wie derlei Infos an die Öffentlichkeit gelangen.

Das ganze geht soweit, dass sich Markus Krösche veranlasst sieht dem Trainer nach wenigen Wochen bereits den Rücken zu stärken. 

Der Trainer ist übrigens der Erste, dem es gelungen ist, seine ersten drei Heimspiele ohne Gegentor zu gewinnen. Eine heutige Fortsetzung würde sogar noch einen neuen Rekord aufstellen. Vier Heimsiege in Folge ohne Gegentor hat in der glorreichen Historie dieses Vereins noch niemand geschafft.

Alles in allem eine merkwürdige Stimmung. Dieser Text soll kein Plädoyer für oder gegen den Trainer sein. Dafür bin ich zu weit weg. Ich bin einfach erstaunt über die Dynamik. Es kann gut sein, dass es schlicht nicht passt zwischen Albert Riera, Eintracht Frankfurt und dem Umfeld. Kommt vor. Momentan würde ich jedenfalls eher nicht darauf wetten, dass das Vertragsende von Mario Götze in die Amtszeit des Spaniers fällt.

Ab heute geht es erstmal darum diese Saison zu einem halbwegs versöhnlichen Ende zu bringen. Sieben Spiele für Platz Sieben. Ostersonntag. Ein guter Tag, um unserer Kreativabteilung neues Leben einzuhauchen, wie ich finde. Es trifft sich ganz ausgezeichnet, dass man, abgesehen von Bahoya, die volle Abteilung Attacke zur Verfügung hat. Ausgeruht dürften sie jedenfalls sein. Das Orakel souffliert mir folgende Aufstellung:

Frohe Ostern!

Titelbild: Daniela Porcelli (Getty Images)

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