So ist das halt

So ist das halt, wenn die komplette Mannschaft einen eher gebrauchten Tag erwischt. Sei es der Torhüter, der bei mindestens zwei Toren eher mäßig aussah; sei es der Innenverteidiger, der sicher auch auf Grund seiner Unerfahrenheit die falsche Entscheidung traf; seien es die Außen, die derzeit total überspielt wirken; seien es [...]  weiterlesen...

#FCASGE Mistikack. Nächster Halt: Mittwoch #SGEM05

Das war er also, der schlechteste und mieseste Saisonauftritt diese Saison. Hoffe ich. Ich hoffe auch, dass sich vielleicht alternativ nur 2 gute Halbzeiten der Vorwoche und 2 schlechte Halbzeiten von gestern einfach blöd verteilt hatten.

So ist das, wenn wirklich alle 11 plus Auswechselspieler neben sich stehen, vielleicht nur 80 % bringen. Dann verliert man, auch schmeichelhaft mit 3:0. Nach wenigen Minuten hätte Augsburg führen können, ja müssen. Passiert.

Auf Twitter fand ich diesen Spruch, sehr treffend für gestern:

Es liegt mir aber sehr fern, dem linienuntreuen, chaotisch wirkenden und in entscheidenden Situationen fragwürdig pfeifenden Schiedsrichter die Schuld zuzuschieben. Es lief einfach nicht.

Augsburg hat einfach wirklich clever gespielt gegen unsere nicht 100 %-Bringer gestern. Decken, pressen, Wege zustellen, schnell dagegen gehen. Mittelfeld? Kein Spielbezug. Außenbahnen? Abgemeldet. Abwehr? Indisponiert. Sturm? Wenn von hinten nix kommt, dann… Ja, mei.

Und weil ich mich gestern genug aufgeregt habe über alles halten wir es einfach ganz kurz heute. Ganz ganz kurz.

Mit drei Botschaften am Schluß:

  • Fabian ist wieder da – yeah!
  • Mainz möchte nicht nach Berlin.
  • Und Köln geben wir Alaaf am Samstag!

Mund abbuzze. Weitermachen. Konzentriert. Kovac und unsere gesamte Truppe werden dafür arbeiten, da bin ich mir sicher.

#FCASGE – Wenn Statistik versagt *UPGEDATED*

Da ist mir also das Los zugefallen, einen Artikel zum anstehenden Auswärtsspiel in gegen Augsburg zu machen. Was mache ich dann als erstes? Ich schaue mir die Statistiken an. Zum Beispiel hier:

Klick

Und was sehen meine gequälten Augen? Der letzte Sieg in Augsburg datiert aus der Saison 1962/63, als die Eintracht gegen den BC Augsburg (!) mit 1:0 gewann. Torschütze Erwin Stein. Die Eintracht spielte mit Loy – Höfer, Landerer, Lutz, Weber – Friedrich, Horn – Kreß, Schämer, Solz, Stein. Gut, davon wird am Sonntag wohl keiner auflaufen.

Zurück zur Bundesliga: da gab es seit 2012 elf Duelle, zwei mal gewann die Eintracht, vier Spiele gingen an Augsburg und es gab fünf Unentschieden. In Augsburg gewann die Heimmannschaft zwei Spiele und drei Mal trennte man sich Remis. Erfolge der Eintracht? Fehlanzeige. Es gibt bessere Bilanzen.

Was könnte einem Mut machen? Das die Truppe 2017/18 nichts auf Statistiken gibt und häufig gegen alles gewohnte performt? Ja. Sonst nicht viel. Obwohl…

Es ist sehr, sehr lange her, genauer gesagt kann ich mich nicht daran erinnern, dass eine Eintracht-Mannschaft schon einmal mit einem solch unbändigen Selbstvertrauen aufgetreten ist. Man hat das Gefühl, die Mannschaft geht ins Spiel mit dem Ziel zu gewinnen und hat die Möglichkeit, dass man auch verlieren kann, gar nicht auf dem Schirm. Musste sie sich Anfang der Saison noch finden, ist spätestens seit Beginn der Rückrunde ein unbändiger Glaube an sich selbst zu spüren, daher denke ich, dass es gute Chancen gibt, am Sonntag etwas zählbares aus Bayrisch-Schwaben mitzubringen.

Aufstellung? Muss sich ändern gegenüber dem letzten Spiel, da sich Rebic ja bekannter maßen seine fünfte Gelbe abgeholt hat und das Wochenende daher frei hat. Ich denke, es könnte so aussehen:

Was erwarte ich? Einen Punktgewinn, besser natürlich drei Punkte, um die minimale Chance auf die Qualifikation für die Champions-League so lange wie möglich am Leben zu erhalten.

UPDATE: Nachdem ich im Kicker gelesen habe, dass Augsburg in den letzten 18 Heimspielen stets getroffen hat, habe ich meinen Tipp auf einen Auswärtssieg mit 0:2 geändert. Antizyklisch tippen ist der Trend der Stunde…

Und Mittwoch geht es dann wieder mal um das Ticket nach Berlin. Es sind spannende Zeiten. Die Zimmer in Berlin sind gebucht.

Boah ey.

Heute haben wir uns die Arbeit geteilt. Korken hat aus der Stadionperspektive geschrieben, während UliStein den daheim gebliebenen Fernsehzuschauer gibt.

Halbzeit. Es steht 0:1, ich will Bier holen, Bier wegbringen auch. Ich bin geladen, nach dieser, dieser, dieser, dieser (!) 1. Halbzeit. Und die Trulla des Sitznachbarn einige Plätze nach links auf dem Oberrang der Westkurve mit stehenden Sitzplätzen beginnt in einer Gemütsruhe, den Platz zu fegen, als ich zu meinen Erledigungen austreten will. In der Halbzeit. Fußball 2017. Boah ey.

Eine verschenkte 1. Hälfte, anders kann ich das heutige Spiel nicht beschreiben. Schon nach kürzester Zeit war offenkundig, dass wir mit unserer 3er-Kette, die wie in der Vorwoche aus Falette-Abraham-Salcedo bestand, Lücken auf außen verursachen. Die vorgezogenen Außenverteidiger Chandler und Willems waren zu wenig präsent hinten, hinten auf außen. Es kam der Freistoß, nah an der Eckfahne. Die Ausgangssituation, sowas darf Gacinovic einfach nicht passieren. Boah ey. Der Freistoß, das Stadionklo zur Halbzeitpause berichtete einhellig, dass Hradecky das Ding halten muss – was ich einfach mal so hinnehme, ich weiß es einfach nicht, dank meiner Sichtposition direkt hinter dem Tor. Ich darf dazu sowieso nichts Falsches sagen, spätestens seit dem DFB-Pokalfinal-Elfmeter, den Hradecky verursachte, hab ich ihn gefressen. Aber das bin ja “nur” ich. Boah ey.

[UliStein]: Aus der Fernsehperspektive war das für mich vollkommen klar. Den muss er haben. Abgesehen davon, dass man den Freistoß nicht unbedingt pfeifen muss, aber sehr wohl kann. Und man kann so eine Situation auch vernünftig verteidigen. Ansonsten bin ich vollkommen bei Korken. Die erste Hälfte war grottenschlecht. Und für mich lag das an drei Entscheidungen vom Trainer: Hasebe für Fernandes – einerseits hätte Hasebe wohl noch etwas Ruhe gut getan. Er wirkte nicht 100% fit auf mich. Andererseits hätte er seine gewohnte Position spielen sollen. Denn wie bekannt, kann er sich nicht binnen kürzester Zeit positionsmäßig umstellen und es hätte uns das die Vorstellung von Falette erspart. Ganz ehrlich, der Kerl ist rumgelaufen wie Falschgeld, zog nach meiner Wahrnehmung ständig nach links außen, stand damit Willems im Weg rum und schuf ein Ungleichgewicht der Seitenverteilung. Und ich hätte Boateng nicht neben sondern hinter Haller auflaufen lassen, die beiden standen sich einfach zu sehr im Weg.

Irgendwie wurde mein Bauchgefühl, welches ich vor dem Spiel hatte, leider auch noch bestätigt. Nicht dass ich das als großen Vorwurf werte, aber so richtig froh ob der Genesung von Hasebe war ich nicht. Mein Empfinden war heute, dass er zu behäbig agierte, gute Ideen hatte, aber schlichtweg zu langsam. Boateng, tja, irgendwie auch so ein Kandidat, der mangels offensivem Mittelfeld völlig in der Luft hing. Was war er jetzt eigentlich? Offensives Mittelfeld? Stürmer neben Haller? Egal wie ich es drehe, das Mittelfeld, das war heute die Schwäche. Boah ey.

Waren wir jetzt einfach zu schlecht? Oder hat Augsburg tatsächlich so clever verschoben, aus einem 5-4-1 im defensiven Riegel zu einem 3-4-3 in der offensiven Variante? Immerhin hatten sie mehr Möglichkeiten, was zu bewegen.

[UliStein]: Für mich sah das so aus, als ob sich die beiden Mannschaften in der Mitte neutralisierten und die Eintracht über Außen nicht wirklich Gefahr verbreitet. Daneben hat, wie der Sky-Kommentator ganz richtig anmerkte, der FCA das Feld bis zur Mittellinie quasi freigegeben, nicht so früh attackiert, wodurch die Eintracht zum Spielen genötigt war. Etwas, was dem Team im Moment wohl nicht so liegt.

Zur 2. Halbzeit wurden die stillen und lauten Hilferufe erhört, umgestellt wurde zur Viererkette, was mich überraschte war jedoch, dass Salcedo vom Platz musste – ich hätte eher mit einem Abgang von Falette gerechnet, der mir persönlich zu ungebunden in der Dreierkette agierte, zu weit vorne, zu losgelöst – und damit auch eine Rolle in der defensiven Lückenordnung spielte. Rebic kam, sah, und siegte jedoch auch nicht. Zu passiv, zu unauffällig, für meinen Geschmack. Dann ein Zuckertor, für mich kein Sonntagsschuss, zum Nullzuzwo. Ich musste mich erstmal setzen. Wumm. 1:2. Jovic, huch. Gesehen hab ich das nicht, ich war damit beschäftigt, boah ey in meinen Bauch zu murmeln. Das war der Auftakt zu fast berauschenden 10 letzten Minuten. Boah ey, wie schön hätte es sein können, wären wir so ins Spiel gestartet. Tja. War wohl nix.

Mir fehlt jetzt nur noch einer, der mir sagt: Meier fehlt. Nein. Eventuell fehlt einer wie Meier, aber Meier selbst fehlt nicht (mehr). Sorry für alle, die ihn lieb haben, was meinen Kleinen hier zuhause einschließt.

Eine These zum Abschluss meines Stadionberichtes: Kovac ist ein wirklich guter Trainer, der ein schönes Spielsystem einspielen lässt. Aber er hat ein Problem: in seinem System ist kein Platz für individuelle Fehler. Ernsthaft, wenn er es schafft, die Spieler mit individueller Klasse genauso ein- und aufzustellen, dann haut er alle weg. Aber Fehler – Gacinovic, Freistoß, und einige mehr – das ist tödlich. Im Endergebnis.

Ich bin immer noch geladen. Sowas von. Und machen wir jetzt wieder den Aufbaugegner, diesmal eben für den 1. FC Köln? Dank Elternabend bleibt es mir erspart, mir das anzuschauen. Und dank Urlaub bleibt mir auch Rasenballbullensport erspart. Boah ey.

[UliStein]: Mein Fazit: So wird das nix. Die Mannschaft bringt die sicher vorhandenen PS nicht auf die Straße. Heute haben ein sehr defensives System und einige diskutable personelle Entscheidungen dazu geführt, dass schon ein Unentschieden gegen Augsburg schmeichelhaft gewesen wäre.

Für die kommenden Spiele gegen Köln und Leipzig müssen wohl personelle und systematische Anpassungen her. Egal, ob die beiden bisher durchwachsene bzw. beschissene Ergebnisse erzielt haben. Denn das sind ganz andere Kaliber. Auch und vor allem spielerisch.

Ich würde das System an die neue Personalsituation anpassen. Wenn Kovac die Fünferkette behalten will, sollte diese Kette aus Abraham, Hasebe und Salcedo bestehen. Und man sollte das System zu einem 5-1-3-1 modifizieren. Außen wie gehabt Chandler und Willems, der aber taktisch noch ein bisschen Feinschliff braucht. Davor einen eher offensiven 6er, der bei Bedarf Unterstützung von Hasebe bekommt, da könnte ich mir beispielsweise einen fitten Stendera oder einen in guter Form spielenden de Guzman vorstellen. Davor eine offensive Dreierkette, Rebic links, Gacinovic rechts und Boateng in der Mitte und ganz vorn Haller. Und wenn es für einen Gegner (Leipzig?) einen beweglicheren Stürmer braucht, gern auch Jovic.

Und dann geht es los. Gern schon gegen Köln.