#SGETSG – jetzt zählt es

Letztes Jahr hatte die Eintracht nach dem 23. Spieltag 39 Punkte und grüßte von Platz drei mit einer Tordifferenz von +6. Und heute? Platz 6 mit 37 Punkten und einer Tordifferenz von +16. Stand jetzt. Der Unterschied in der Tordifferenz könnte etwas mit unserem neuen Trainer zu tun haben. Hüstel.

Nichtsdestotrotz kann man das wohl mit Fug und Recht als gute Ausgangsposition bezeichnen. Aber vor Beginn des 24. Spieltags eben auch nicht als mehr. Fünf Punkte bis zum ersten Champions-League-Platz, [...]  weiterlesen...

Unentschieden

Als ich gestern das Stadion verließ war ich mir nicht sicher, was gerade geschehen war. Hat die Eintracht nun einen Punkt gewonnen oder zwei verloren? Nach einer Nacht drüber schlafen würde ich sagen, wir haben nahezu das bestmögliche Ergebnis erzielt. Gegen starke Hoffenheimer, die gefühlt jederzeit mehr Torgefahr ausgestrahlt haben als die Adlerträger, mit einem verunsicherten Torhüter hinten drin und einer lahmgelegten Mittelfeldzentrale ist ein Unentschieden doch aller Ehren Wert.

Oder?

Zumal die Mannschaft erkennbar ab Minute 70, 75 massiv auf der Felge lief, da war gar nichts mehr um zuzusetzen. Vor allem die (nahezu) Immerspieler wie Wolf, Abraham und Boateng (ok, schon früh ausgewechselt) hatten keine Körner mehr zuzusetzen. Auch aus diesem Blickwinkel betrachtet ist das Ergebnis ok, lässt aber für die nächsten, extrem wichtigen Spiele nichts gutes erwarten.

Für die nächsten Spiele muss der Trainer meiner Meinung nach auch nochmal massiv an der Mittelachse arbeiten, was Boateng und vor allem Fabian gestern auf den Rasen gebracht haben, war dann doch eher mau. Vielleicht sollte man es mal wieder mit Gacinovic in der Zentrale probieren? Fabian fehlt nach der langen Pause auf jeden Fall noch viel, inklusive Selbstvertrauen. Aber das wird kommen.

Ach und dann war da noch unser Torwart. Ich will mich jetzt gar nicht über den Ball aufregen, den er an den Pfosten gehen lies, weil er annahm, dass er ins aus geht. Das war so eine Spezialität meines Namenspatens, ungerührt stehen zu bleiben und eventuell noch zu zeigen, wo der Ball vorbei geht. Das ist auch ein paar Mal schief gegangen. Die Älteren werden sich erinnern. Nein, Lukas Hradecky ist vollkommen verunsichert, und das vernehmliche Gemurre von den Rängen macht die Sache auch nicht leichter. Aber da müssen alle Beteiligten jetzt durch. Eben weil man versäumt hat, einen zweiten Torwart zu verpflichten, der dem Lukas Druck macht.

Also, alles in allem würde ich sagen, Glück gehabt. Mund abputzen und weiter. Schon in der kommenden Woche gibt es ja das nächste Sechs-Punkte-Spiel gegen Leverkusen. Und da braucht es mal wieder eine gute Auswärtspartie mit einem funktionierenden Mittelfeld und einem sicheren Goalie hinten drin.

Ja, und dann kommt Schalke die erste, die Zimmer in Berlin sind gebucht.

MaintrachtMatchdayVorschau

#SGETSG MMV – Weichen stellen erlaubt

Sonntag Abend ist es soweit, Heimspiel gegen Hoffenheim. Hoffenheim, in der Hand von Dietmar Hopp, dessen Sohn die Adler Mannheim im Eishockey führt und wiederum auch der Kopf des neuen Henninger Turms zu Frankfurt ist. Konstrukte überall.

Der Kampf um Europa – ein “6-Punkte-Spiel”

Drei Punkte Abstand trennen uns von Hoffenheim im Kampf um Europa, ein Tabellenplatz steht dazwischen. Hoffenheims Achillesferse: die Defensive, die haben ganz schön viele Gegentore bekommen. Aber vorne, da haben die richtig Wumms, die Hoffenheimer – was sie hinten zu viel bekommen machen sie vorne einfach rein. Bei unserer Eintracht ist das gerade andersrum, und genau das verspricht, finde ich, richtig Spannung für Sonntag Abend.

Ein “6-Punkte-Spiel”, so darf man also meiner Meinung nach das Spiel getrost nennen. Intelligente Toilettenbesucher aka Klugscheißer werden jetzt wieder kommen mit “gibt doch nur 3 Punkte”, von mir aus, denn: täten wir gewinnen wären es wieder 6 Punkte Abstand. Und genau das will ich. Basta.

Unsere Problemchen

Die Kovac-Affäre ist erstmal ausgesetzt, gut so. Hintertürchen hin oder her, die gibt’s im Profifußball immer. Ich will, trotz meines Frustes von vor einer Woche, davon erstmal nichts hören und in meiner ruhigen, netten Blase bleiben.

Der Ausfall von Rebic schmerzt mich jedoch immer noch. Salcedos ebenso. Dennoch gilt, wie es ja auch UliStein diese Woche hier schon berichtete, dass unsere Kaderbreite das schon noch zulässt – es darf eben nichts weiter passieren in der Defensive. Vorne gibt es ja nach wie vor genug Möglichkeiten, die Aufstellung anzupassen.

Wie geht Kovac das Spiel an?

Das wird wahrlich ein spannender Punkt. Es gilt die Defensive stabil zu halten und gleichzeitig die Offensive zu fördern, um Stärken und Schwächen der Hoffenheimer entsprechend zu schwächen bzw. auszunutzen. Wir müssen draufdrücken, ohne ihnen im Vorwärtsgang zu viel Freiraum zu gewähren.

Ich orakele also: wir gewinnen 3:2 und spielen mit folgendem Personal:

AufJetztEintracht! United Colors of Frankfurt, vereinigt euch! Und stellt die Weichen weiter auf Europa.