#FCBSGE – Umweg

Man hatte ja nicht wirklich gehofft, dass das gestern in München eine Sensation geben könnte. Aber so abgeschossen zu werden, das tat schon weh. Man hatte so das Gefühl, außer in den 15 Minuten nach der Pause, als Haller für den mal wieder vollkommen indisponierten de Guzman gekommen war, dass eh keiner der in schwarz-weiß aufgelaufenen Eintrachtler an eine mögliche Überraschung geglaubt hat.

Und spätestens ab Minute 60 war das nur noch ätzendes bayerisches Schaulaufen. Da blieb einem dann nur noch – auch angespornt durch die Ergebnisse auf den anderen Plätzen – ein mehr und mehr nervöser Blick ins Mainzer Stadion, in dem die Truppe von M105 zeigte, wie man so einen letzten Spieltag auch gestalten kann. Chapeau.

Und somit wurde es dann doch noch erreicht, das faktische Minimalziel. Eine erneute Startberechtigung für die Europa-League. Auch wenn dieser Umweg über die Qualifikation natürlich, nun, eher, lass es mich so sagen, dezent suboptimal ist.

Was hatte man vorher nicht alles gerechnet. wenn die SGE einen Punkt holt und Leverkusen verliert und was ich? Scheibenkleister. Eine so platte Mannschaft, die mir weniger körperlich, mehr im Kopf, vollkommen ausgelaugt vorkam, hatte nichts mehr zuzusetzen gegen die komischen Bajuwaren.

Schwamm drüber und am besten auch gleich das Mäntelchen des Schweigens.

Nun beginnt sie, die sagenumwobene Sommertransferperiode, und wenn man den mehr oder minder inhaltsleeren Artikeln in diversen Publikationen glauben darf, sind neben Jovic mal mindestens auch noch Haller und Rebic und und und auf dem Absprung.

Ich gestehe, ich sehe das im Moment relativ entspannt und gebe auch unserer sportlichen Leitung einen ganz schön großen Vertrauensvorschuss. Die werden schon die richtigen Schlüsse ziehen und die richtige Truppe zusammenbekommen. Warum ich das tue? Erfahrungswert nennt man so was, glaube ich.

Und jetzt kümmere ich mich erst mal um meine Dauerkarte. Prioritäten müssen gesetzt werden.