#SGEWOB – Eklig, harzig und mit VAR

von UliStein

Das war nix für Fußball-Genießer. Gar nix. Es wirkte phasenweise wie Not gegen Elend, oder, neutraler formuliert, man hat deutlich gesehen, warum beide Mannschaften in den vergangenen Wochen (wie die Eintracht) oder Monaten (wie der VfL) keine Bäume ausgerissen haben. Wobei übrigens auch bezeichnend war, dass bei beiden Mannschaften durchaus die Nerven blank lagen, wie die eine oder andere Rudelbildung deutlich zeigte.

Ich fand die glorreiche Eintracht ein kleines bisschen gefährlicher, die Meinung des aktuellen Wolfsburger Übungsleiters, sie hätten Spiel und Gegner in Halbzeit zwei dominiert, fand ich schon sehr grenzwertig. Die statistischen Werte (Quelle Kicker) sind ganz nett, Laufleistung 121,3 zu 117,8 km für die Eintracht, Zweikämpfe Eintracht 51%, Ballbesitz 54%, aber am Ende des Tages muss man sagen, dass das Unentschieden schon in Ordnung geht.

Wenn nur nicht wieder der Schiedsrichter Harm Osmers und sein Gespann, inklusive der externen Dienstleister, eine spielentscheidende Rolle gespielt hätte. Es gab zwei kritische Situationen, in der 56. Minute das (vermeintliche) Foul von Majer gegen Knauff und in Minute 90 +1 das (bestätigte) Foul von Vavro gegen Theate. Meine Meinung ist klar, wenn der VAR den Schiedsrichter beim zweiten Fall an den Bildschirm holt, hätte er das bei Vergehen Nummer eins zwingend auch tun müssen. Und ich hätte den ersten gegeben und den zweiten nicht.

Im Ergebnis ist es egal, 1:1 hilft beiden ein bisschen, die Eintracht ist fünf Punkte vor Platz acht und der VfL bleibt auf Platz 15.

Was mir allerdings wieder einmal unfassbar auf die Nerven ging, war die Fallsucht einiger Wolfsburger, bestens illustriert von Maximilian Arnold, der von hinten leicht geschoben wurde und daraufhin den sterbenden Schwan meinte geben zu müssen. Überflüssig wie ein Kropf.

Die Eintracht hat unter der Woche spielfrei, bevor am kommenden Wochenende das Gastspiel in Leipzig ansteht. Das dürfte Dino Toppmöller die Gelegenheit geben, an den offensiven Abläufen zu arbeiten. Denn da ist nach dem Ausfall von Jonny Burkardt maximal Luft nach oben. Mal sehen, was dem Trainer und seinem Staff dazu so einfällt.

Titelbild: Alex Grimm/Getty Images

1 Gedanke zu „#SGEWOB – Eklig, harzig und mit VAR“

  1. Gude,
    wo ist da denn bei den Elfmetern Spielraum? Beim ersten kommt Majer von hinten, tritt Knauff seitlich auf den Fuß, wodurch der dann im Boden hängenbleibt und umknickt und von Majer über den Haufen gerannt wird. Klarer Elfmeter geht doch nicht.
    Beim zweiten versucht Vavro Theate mit ausgestrecktem Arm am Kopf zu erwischen und tritt im komplett auf den Fuß, das klassische „Stempeln“.
    Für beide brauch ich keinen VAR um das zu sehen.
    Völlig unverständlich, warum der sich nicht auch beim ersten meldet.
    Und der Arnold geht mir schon immer auf den Sack, einer der miesesten Schauspieler der selbst zutritt wie der berühmte Kesselflicker und immer das Unschuldslamm mimt. Ätzend.

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