Mit den Gegentoren Nummer 23 bis 25 aus den letzten zehn Pflichtspielen kehrt die Eintracht aus Bremen zurück. Wieder drei Gegentore, wieder kein Sieg. Wie schon acht Mal in den letzten zehn Spielen. In der Bundesliga hat man zwar 38 Tore geschossen, nur der in einer anderen Umlaufbahn kreisende Rekordmeister hat mehr, allerdings hat man auch Stand heute mit 39 Gegentoren die schwächste Abwehr der ganzen Liga. Und erneut war das Abwehrverhalten der Mannschaft an Dilettantismus nicht zu überbieten.
Dabei zeigte sich der Fußballgott der glorreichen SGE gestern durchaus gewogen. Das sehr frühe 1:0 hätte der Mannschaft eigentlich in die Karten spielen müssen, wäre, ja wäre nicht nach der langen Behandlungsphase von Rasmus Kristensen jeglicher Spielfluss abhanden gekommen. Das bestraften die Hausherren mit dem 1:1, mit dem es dann auch in die Pause ging. Und in Halbzeit zwei zeigte sich das Spielglück nochmals auf Frankfurter Seite, als Collins – unterstützt von einer tiefschlafenden Bremer Defensive – zum durchaus glücklichen 2:1 einschießen konnte. Wie sich die Mannschaft dann aber binnen weniger Sekunden die Bremer Führung einhandelte, das schlug dann wieder dem Fass die Krone mitten ins Gesicht.
Gut, Knauff rettete mit der letzten Aktion glücklich noch einen Punkt, aber seien wir doch mal ehrlich. Die Mannschaft war jetzt zum dritten Mal, wie schon gegen Dortmund und Stuttgart, das in allen Belangen und Werten klar schwächere Team. Es ist seit Wochen keinerlei Weiterentwicklung zu sehen und wenn es so weitergeht ist das Thema Europa in maximal vier Wochen, wenn die Tabelle mit den Nachholspielen wieder gerade gezogen ist, Geschichte. Denn sollten Leverkusen und Hoffenheim ihre Nachholspiele gewinnen beträgt der Abstand auf Platz sechs mindestens sieben Punkte, vorausgesetzt, die beiden trennen sich heute unentschieden.
Und ich glaube es ist genau diese Tatsache, die Markus Krösche so in Alarmbereitschaft versetzt, dass er gestern verbal sehr deutlich vom Trainer abgerückt ist. Meine Vermutung ist, wir werden in den nächsten 24 bis 36 Stunden wissen, wo die Reise hingeht. Ich würde derzeit keinen Cent auf einen Verbleib von Dino Toppmöller in Amt und Würden setzen.
Warten wir es ab.
Titelbild: Stuart Franklin/Getty Images