Man muss es so deutlich formulieren. Nach den Spielen gegen Union, Mönchengladbach, die Bayern und Freiburg, die das empfindliche Pflänzchen des Optimismus im Umfeld der glorreichen SGE wieder hatten sprießen lassen, war der gestrige Auftritt am Millerntor ein Rückschritt.
Natürlich war das defensiv inzwischen fast schon gewohnt konzentriert, mit einer ordentlichen Leistung und etwas Glück bei den zwei Aluminiumtreffern hielt man den eigenen Kasten sauber. Aber offensiv war das ein Rückfall in eigentlich schon überwunden geglaubte Verhaltensmuster. Man machte das Spiel breit, hatte zwar viel Ballbesitz aber nur wenig Abschlusswillen. So reicht es nicht, um den gegnerischen Kasten mal signifikant in Gefahr zu bringen.
So grüßt die Eintracht zwar nach wie vor vom siebten Platz, der möglicherweise schon zur Qualifikation für die Conference-League langen würde, der Traum von Platz sechs und einer möglichen Teilnahme an der Europa-League inklusive Finale dahaam ist nach wie vor neun Punkte entfernt. Bei noch neun ausstehenden Spielen macht es das nicht gerade wahrscheinlicher.
Es bleibt halt weiterhin nur, von Spiel zu Spiel zu sehen und zu hoffen, dass es schnell gelingt mal eine Serie von mehreren siegreichen Spielen am Stück zu starten. Ansonsten endet die Saison im grauen Mittelfeld, und was das sportlich, finanziell und personell bedeuten würde, kann man jetzt noch gar nicht absehen. Zumindest nix gutes.
Daher gilt es jetzt nochmal alle Kräfte zu bündeln und kommende Woche einen Sieg zu holen.
Titelbild: Joern Pollex/Getty Images