#SCTSGE – Angenehmer Aufgalopp ohne Stress

von UliStein

Vor Spielbeginn war die Nervosität groß rund um die Mannschaft der glorreichen Eintracht aus Frankfurt. Nach dem 0:7 gegen Brentford wusste man nicht wirklich, wie die Mannschaft mental aufgestellt ist und ob der Pflichtspielauftakt mit den Spielen gegen SC St. Tönis, Union Berlin und FC Augsburg nicht deutlich zu früh kommt.

Was man nach dem 11:0 beim SC St. Tönis nun konstatieren kann, ist, dass die Mannschaft mit der richtigen Einstellung zur Sache geht, dass sie auch das Spiel gegen den Fünftligisten aus der Nähe von Krefeld mit dem nötigen Engagement bestritten hat. Da war so gar nichts divaeskes an diesem Auftritt. Mit 10:0 ging es in die Pause, dreimal Burkardt, zweimal Uzun, Koch, Amaimouni, Baum, Ebnoutalib und Götze waren die Torschützen, die den höchsten Pausenvorsprung, den es je im DFB-Pokal gegeben hat, herausschossen. Die Mannschaft nahm bis zum Pausenpfiff nie den Fuß vom Gas und ließ sogar noch die eine oder andere gute Chance liegen. À la bonne heure!

In der zweiten Hälfte ließ man es deutlich ruhiger angehen, sicher um Kräfte zu schonen, ich würde aber auch vermuten, dass man es für den Gegner nicht noch schlimmer machen wollte. So kam “nur” noch ein Tor durch Chaibi kurz vor Schluss hinzu. Insgesamt also ein gelungener Spätnachmittag in der altehrwürdigen Grotenburg.

Personell spielte man überraschenderweise mit Götze neben Onyedika im defensiven Mittelfeld, Amaimouni startete rechts offensiv und vertrat den verletzten Doan. Daneben fehlten auch Nkounkou, Theate, Wahi und Larsson im Kader. Während der letztgenannte mit Muskelproblemen passen musste, geschah das nach Aussage von Adi Hütter bei den anderen drei deshalb, da diese keine Rolle mehr spielen und den Verein verlassen sollen. Das ist mal eine klare Haltung.

Und nicht die einzigen Fragen bei der Kaderzusammenstellung, die schnellstmöglich gelöst werden sollten. Nach wie vor ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass das Spiel vom Freitag vorerst das letzte Pflichtspiel von Kaua Santos gewesen ist, da der Wechsel von Noah Atubolu wohl kurz vor der Vollendung steht.

Alles wird jetzt darauf ausgerichtet, bestmöglich vorbereitet am kommenden Samstag um 15:30 Uhr an der alten Försterei aufzulaufen, um gegen einen ebenbürtigen Gegner besser auszusehen als gegen Brentford in der Vorbereitung.

Titelbild: Christof Koepsel/Getty Images

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