#SGETSG – Konzentration auf das Tagesgeschäft

von UliStein

Nun ist es also vorbei. Das Abenteuer Champions-League 2025/26 ist für die Frankfurter Eintracht bereits nach der Gruppenphase und schon vor dem finalen Heimspiel gegen Tottenham Geschichte. Nicht die Tatsache an sich, sondern viel mehr die Art und Weise ist es, die leider sehr typisch für diese Saison steht. Nach einem sehr frühen Gegentor kam die Eintracht wieder zurück ins Spiel, schaffte dann sogar den Turnaround, bevor man dann zum widerholten Male durch defensive Nachlässigkeiten der dämlichsten Art und Weise das Spiel aus der Hand gab. Effekt des Trainerwechsels? Null.

Natürlich können die Interimstrainer Daniel Schmitt, Jan Fießer und Alex Meier binnen dreier Tage nicht das unterste nach oben kehren, aber so gar keine gefühlte oder sichtbare Veränderung fand ich dann schon überraschend. Wobei man ihnen zu Gute halten muss, dass ihnen auf Grund der Regularien der Champions-League die Neuzugänge des Winters noch nicht zur Verfügung standen. Sei es drum.

Ab jetzt muss die Konzentration dann zu 100% dem Brot- und Butter-Geschäft der Bundesliga gelten, denn hier müssen jetzt die nächsten Schritte für ein erfolgreiches Abschneiden getan werden. Zwar steht man mit Platz sieben derzeit auf dem Papier ganz passabel da, jedoch sind die kommenden beiden Spiele gegen die direkten Konkurrenten aus Hoffenheim und Leverkusen ziemlich sicher diejenigen, die die Richtung der Saison vorgeben. Denn verliert man beide, kann der Rückstand auf die Europäischen Plätze auf nahezu zehn Punkte anwachsen, und das wäre im Hinblick dann auf noch ausstehende vierzehn Spiele ein ganz schönes Pfund.

Somit sind die Trainer gefordert, Zeichen zu setzen und der Mannschaft frische Energie zuzuführen. Kalimuendo muss als einziger fitter Mittestürmer von Beginn an stürmen, das steht für mich außer Frage. Dazu haben für mich Artur Theate und Ansgar Knauff mit ihren Leistungen in den letzten Spielen um eine Pause gebeten, womit sich die Mannschaft bei mir folgendermaßen aufstellen würde:

Aber viel wichtiger als die Aufstellung ist die Einstellung. Und da habe ich in den letzten Spielen vieles gesehen, bzw. nicht gesehen, was mich nachdenklich werden lässt. Denn ich habe jegliches mentale Aufbäumen vermisst, es gab kein gegenseitiges Anfeuern zu sehen, für mich agierten da elf Ich-AGs auf dem Platz. Und da müssen die Trainer ansetzen. Denn als die Eintracht zum letzten Mal kapitalen Schiffbruch erlitt, da scheiterte eine eigentlich gute Mannschaft genau an diesen neudeutsch Soft-Skills.

Alex Meier sollte sich noch erinnern.

Titelbild: Aziz Karimov/Getty Images

Schreibe einen Kommentar

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner