#SGEB04 – Habemus Übungsleiter

von mauriziogaudino

Weißer Rauch im Stadtwald! Albert Riera steht seit gestern Abend endgültig als neuer Trainer fest. Er wird ab Montag übernehmen und ist mit einem Vertrag bis 30.06.2028 ausgestattet.

Der Bayernjäger Nummer 1 a.D. empfängt vorher noch den CL-Playoff-Teilnehmer aus Leverkusen. So wurden wir tatsächlich vor dem Hinspiel vom Boulevard tituliert. Nach dem Spiel freute sich Dino Toppmöller darüber, dass “dieser Scheiß” nun aufhöre. Würde sagen, dass man dafür mittlerweile recht nachhaltig gesorgt hat. Um genau zu sein liegen aktuell 23 Punkte zwischen den Bayern und unserer glorreichen Diva.

Pflichtspiel Nummer 4 nach Dino steht vor der Tür und unser tief verunsichertes Team wird zum letzten Mal vom Interimsgespann Schmitt/Meier angeleitet. Ein klarer Aufwärtstrend ist zu erkennen: Man hat es gegen Tottenham tatsächlich geschafft nur zwei Gegentore zu fangen. Ein solches Bollwerk geht natürlich zu Lasten der Offensive, in der recht wenig passierte.

Nachdem wir die lästige Championsleague nun endgültig hinter uns gebracht haben, stehen noch 15 Bundesligaspiele an. Klar ist: Wenn man die selbst gesteckten Minimalziele in dieser Saison noch erreichen will, darf der neue Mann keinerlei Anlaufzeit benötigen.

Aus sportlicher Sicht wäre eine Saison ohne Europacup-Teilnahme möglicherweise zu verschmerzen. Man könnte sich neu sortieren und ein Jahr lang weitestgehend ohne englische Wochen spielen. Aus finanzieller Sicht würde ein Jahr ohne internationale Einnahmen, bei allem was man hört, wohl deutlich schwerer wiegen. Um Platz 6 zu erreichen, der zumindest für die Teilnahme an der Conference League definitiv berechtigen würde (Konstellationen in denen Platz 7 oder sogar 8 reichen würden fürs Erste ausgeklammert) haben in den letzten 10 Jahren 52 Punkte meist gereicht. Was bedeuten würde, dass man aus den verbleibenden 15 Partien noch 25 Punkte holen müsste. In der jetzigen Verfassung zumindest ambitioniert. Schnellstmöglich auf 35 Punkte kommen wäre ein erster Schritt. Diese würden nämlich ziemlich sicher für Platz 15 reichen und hemmende Gedanken an den Super-GAU verdrängen.

Kurzfristig sollte es Riera gelingen der Mannschaft die dringend benötigte Sicherheit wiederzugeben und ihr, so abgedroschen es klingt, die Grundtugenden wieder zu vermitteln. Der kicker schreibt vom Spanier als “brodelndem Vulkan”, was in mir die Hoffnung weckt, dass er diese zuletzt arg leblose Mannschaft wieder emotionalisiert.

Zum heutigen Spiel: Die auf Platz 6 stehenden Leverkusener haben bereits 5 Punkte mehr und noch ein Nachholspiel beim HSV. Auch wenn es aktuell ohnehin unwahrscheinlich erscheint: Will man tatsächlich nochmal an Europa schnuppern, wäre eine Niederlage heute fatal. Möglicherweise wäre der Effekt eines neuen Trainers schon in diesem Spiel von Nutzen gewesen. Aber wer bin ich das zu beurteilen?

Das erste Ziel, ob mit oder ohne neuen Trainer, sollte es ein einfach mal wieder ein Fußballspiel zu gewinnen. Tippe darauf, dass man den Versuch in folgender Aufstellung angeht:

Titelbild: Robert Cianflone (Getty Images)

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