Vier Spiele vor Saisonschluss gastiert die glorreiche SGE in Augsburg und erhält die Gelegenheit, den Traum vom Minimum, der Teilnahme an irgendeinem europäischen Wettbewerb, am Leben zu erhalten. Nach dem unter der Woche mit dem FC Bayern und dem VfB die Teilnehmer am Pokalfinale feststehen, reicht bekanntlich der siebte Platz, um in der kommenden Saison einen Startplatz in der Conference-League oder bei optimaler Konstellation gar in der Europa-League zu bekommen.
Und vollkommen egal, wie verdient oder unverdient dieser Erfolg für die durch die Saison stolpernden Frankfurter wäre, er muss das Minimalziel sein, an dem sich alle messen lassen. Sei es das Team, der Trainer oder die sportliche Leitung. Jetzt muss dann halt verdammt nochmal geliefert werden. Das muss doch möglich sein. Vor allem nach der atmosphärisch besten Trainingswoche, seit Albert Riera am Main das Zepter schwingt. Sagte er zumindest selbst im Rahmen der gestrigen Pressekonferenz.
Personell kann der Trainer aus dem Vollen schöpfen und es bleibt ihm, den Spielern und den Fans zu wünschen, dass er das bestmöglich tut. Bis auf Santos, Collins und Bahoya sind alle Mann an Bord und er kann auch erstmals wieder auf den Kämpfer Kristensen zurückgreifen. Und das ist eigentlich auch die einzige Frage, die sich, wenn man den Trainer die letzten Wochen beobachtet hat, aufstellungstechnisch stellen sollte. Wer spielt auf rechts defensiv? Erneut Amenda, was ja gegen Leipzig eher so semi-gut geklappt hat, bekommt der bisher weitestgehend verschmähte Baum eine Chance, oder darf Kristensen bei seinem Comeback im Kader direkt starten? Ich tippe auf letzteres und orakle daher folgende Startelf:
Und vielleicht schafft es die Mannschaft ja, die geneigten Fans unabhängig von der Aufstellung mitzunehmen und mal wieder etwas wie ein Wir-Gefühl zu erzeugen. Das fehlt nämlich nicht nur mir schon seit Wochen.
Titelbild: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images