#SGEKOE – Angriff ist die beste Verteidigung

von UliStein

Ohne wenn und aber. Das Spiel am Freitag Abend gegen den 1. FC Köln muss die glorreiche Eintracht gewinnen. Man hat sich mit den bisherigen, maximal unterdurchschnittlichen Auftritten selbst in diese Lage gebracht und ist nun unter Zugzwang. Dieser Druck war auch ganz deutlich in der Pressekonferenz am Mittwoch zu spüren, in der Adi Hütter nochmals deutlich wurde und die Missstände klar ansprach.

Es waren eigentlich zwei Aussagen, die das ganze Dilemma zum Ausdruck brachten. Er sagte, die Mannschaft sei für die Gegner einfach viel zu angenehm zu bespielen, sie müsse viel mehr kratzen, beißen und kneifen. Darüber hinaus sprach er, angesprochen auf die Mannschaft seiner ersten Amtszeit, davon, dass die frühere Mannschaft deutlich mehr Erfahrung hatte, etwas, was die neue Mannschaft erst noch sammeln müsse. Man hat also eine unerfahrene Mannschaft, die auch noch zu lieb ist. Schön klingt anders.

Natürlich ließ Adi Hütter sich nicht entlocken, mit welchen taktischen und/oder personellen Maßnahmen er am Freitag einen Sieg einfahren will. Ich persönlich glaube, dass er erneut eine Dreierkette mit Brassier, Koch und Collins stellen wird, wobei er deutlich sagte, dass Collins zuletzt dreimal 90 Minuten in einer Woche gegangen sei. Könnte also auch auf Maluze herauslaufen. Davor wird er weiterhin auf Aseko und Onyedika im zentralen Mittelfeld setzen. Auf den Außen vermute ich erneut einen Versuch mit Kosugi und Knauff, wobei der erfahrene Knauff diese Chance auf Widergutmachung meiner Meinung nach verdient hat. Spannend bleibt die Frage, ob er mit zwei Zehnern oder zwei Stürmern antritt. Wenn ich mir seine Äußerungen auf der PK, beide Stürmer hätten einen Platz in der Startelf verdient, wenn einer auf der Bank sei, könnte man aber bei Bedarf nachlegen, ins Gedächtnis rufe, denke ich, Doan und Uzun oder Götze starten und Ebnoutalib wird von der Bank kommen.

Also könnte es so aussehen:

Aber es ist natürlich wie immer. Man kann über offensive und vor allem defensive Konzepte reden und philosophieren so lange man will. So lange die Mannschaft immer wieder den Eindruck erweckt, nicht konzentriert oder konsequent genug zu sein, kann man sie aufstellen, wie man will.

Daher kommt es auf die Einstellung jedes einzelnen Spielers an, und darauf, sich bewusst zu sein, dass Verteidigung bereits ganz vorne mit Druck auf die gegnerischen Abwehrreihen beginnt und man von vorne bis hinten konsequent gegen Ball und Gegner zu arbeiten. Wenn man dann noch die durchaus vorhandenen offensiven PS auf den Boden bringt, dürfte es durchaus im Bereich des möglichen sein, diesen FC Köln, der nun auch schon zehn Tore in fünf Spielen gefangen hat, zu besiegen.

Titelbild: Neil Baynes/Getty Images

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