Gude aus dem Breisgau – Maintracht & Guests #SCFSGE

Wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt, was dann dazu führt, dass wir heute einmal einen Gast aus dem schönen Breisgau haben. Einen Gast, der lange Jahre dem SC Freiburg die Daumen drückt. Und der heute einmal aus seiner Sicht den  Blick auf unseren gemeinsamen Saisonauftakt wirft und uns eine Einschätzung gibt, wo der SC Freiburg anzusiedeln ist – und wie man im Schwarzwald so unsere Eintracht wahrnimmt.

Vielen Dank, mein lieber #keinermagdiehexen für den Beitrag! Und los geht’s:

Gude aus dem Breisgau

Die 56. Bundesligasaison steht vor der Tür und nachdem der Sport-Club vor einem viertel Jahrhundert erstmals in die höchste Spielklasse aufgestiegen ist, wartet am Samstag mit der Eintracht aus Frankfurt eine echte Wundertüte zum Saisonauftakt.

Aber erstmal noch ein paar Worte zu unserem Team von Trainer Christian Streich:

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, in denen regelmäßig die größten Talente und zugleich besten Spieler den Verein verlassen haben, konnte die Mannschaft fast komplett zusammengehalten werden. Die, aus sportlicher Sicht vermeintlich schwerwiegendsten Abgänge der beiden Innenverteidiger, Caglar Söyüncü (kolportierte 21 Mio. zu Leicester City) und Marc Oliver Kempf (Ablösefrei zum VfBääääähhh) sind verkraftbar. Vor allem auch angesichts dessen, dass die Verantwortlichen wieder einmal clevere Transfers getätigt haben. Beim bis dato von Real Madrid Castilla (2. Mannschaft) lediglich ausgeliehenen Philipp Lienhard wurde nach der Ausleihe die Kaufoption gezogen. Dazu wurde aus Köln mit „Heinzi“ eine echte Type verpflichtet, der immer alles reinhaut und selbst in der letztjährigen Katastrophensaison noch zu den wenigen Lichtblicken beim FC zählte.

Mit Manuel Gulde und Robin Koch sind bereits zwei weitere gute Innenverteidiger da, die schon bewiesen haben, dass sie die Position gut ausfüllen können. Es wird spannend sein wer sich hier durchsetzt oder ob -je nach Spielsystem- sogar alle vier regelmäßig zum Einsatz kommen.

Für Verstärkung im Mittelfeld wurde man im hohen Norden fündig und hat mit Jérôme Gonndorf (3. Mio. vom SVW) einen defensiven und mit Luca Waldschmidt (5 Mio. HSV) einen offensiven Mittelfeldspieler geholt. Beide haben eine gute Vorbereitung absolviert und es ist zu erwarten das sie zur Stammelf gehören und diese auch bereichern.

Neben einigen Spielern unserer „Amas“, die mit einem Profivertrag ausgestattet wurden, vervollständigen Mark Flekken (Torwart aus Duisburg) und Brandon Borello (1. FCK) die Neuzugänge.

Im Sturm, unserem qualitativ sicherlich bestbesetzten Mannschaftsteil, bleibt mit unserem Fußballgott Nils Petersen, Florian Niederlechner, Lukas Höler und Tim Kleindienst alles beim Alten.

Das Karriereende unseres langjährigen Kapitäns (Julian Schuster) sowie des Publikumslieblings (Karim Guede) kann hier aus sportlicher Sicht vernachlässigt werden.

Fazit: Der Kader ist in der Breite besser geworden und sollte nach den Genesungen von Ravet und Haberer in Verbindung mit einem offensiv agierenden Waldschmidt auch an individueller Klasse, Kreativität und Schnelligkeit hinzugewinnen, was zuletzt häufig gefehlt hat. Das dauert jedoch noch einige Zeit und selbsterklärend gilt somit  auch in diesem Jahr nur ein Ziel und das heißt Klassenerhalt!!! (Von höheren Zielen wird erst dann gesprochen werden, wenn das neue Stadion fertiggestellt ist).

Um das Ziel zu erreichen müssen schnellstmöglich 40 Punkte geholt werden und das natürlich am besten mit einem Dreier zum Start gegen Frankfurt. Doch wie eingangs schon erwähnt, erscheint mir die Eintracht durch die gravierenden Verluste (Trainer und zahlreiche Stammspieler) als echte Wundertüte. Die Neuzugänge sind noch nicht komplett integriert, eine Hierarchie in der Mannschaft noch nicht erkennbar und der Coach feilt noch am System. Dazu das Pokalaus gegen die Ulmer. Alles nicht gerade förderlich.

Dennoch ist das spätestens am Samstag mit dem Anpfiff alles zu vernachlässigen und unbedeutend. Die Jungs werden rennen und fighten und wollen die Punkte ebenfalls mit nach Hessen entführen.

Da beide Mannschaften noch nicht wissen wo sie stehen und im Pokal nicht gerade brilliert haben, erwarte ich am Samstag zunächst zwei auf Sicherheit bedachte Teams die sich langsam abtasten. Trotzdem rechne ich mit einem intensiven und engen Spiel. Mein Tipp: 2:2.

Der Eintracht wünsche ich möglichst eine Saison wie im letzten Jahr, befürchte jedoch das sie die Saison im Niemandsland beenden werden. So, wie wir hoffentlich auch.