Der DFB. Der Grindel.

Als hätte dieses Land nicht genug Probleme, mit gewissen Ministern, dem Verfassungsschutz und so manchen Bewegungen.

Und dann kommt unser Herr DFB-Präsident um die Ecke, naja nicht er, aber ihn betrifft es, und der Spiegel kommt um die Ecke: Grindel vs. Frankfurt

Man habe ja Angst, die EURO 2024-Bewerbung zu gefährden, weil in Frankfurt die Ultras etwas anstellen könnten. Und weil man ja sellemols aufgrund eines Montag-Abend-Spiels gegen den Club, dessen Logo nicht gezeigt werden darf, Tennisbälle warf – und der Vorstand der Eintracht sich ja bewusst nicht dagegen sperrte.

Auch wenn in diesem Internet dazu sicherlich schon alles gesagt wurde, wichtig ist es mir trotzdem, das auch noch einmal zu tun:

Herr Grindel, bitte komme Sie zur Basis zurück. Zu den Amateurfußballern, zu den Fans, ob in Kreisliga C oder in der Bundesliga. Schauen Sie sich einmal an, warum (!) kein Frankfurter und sonst auch eigentlich kein Ultra Interesse hat, sich “Die Mannschaft” anzuschauen.

Der DFB, auch unter Ihnen, hat sich entfremdet von den Menschen, den Fans. Man kann das meinetwegen mit den ganz zu Beginn in diesem Artikel beschriebenen politischen Erscheinungen gleichsetzen, auch hier: entfremdet.

Herr Grindel, auch Sie stricken mit heißer Nadel und wirken so, als würde es Ihnen nicht klar sein, welches Bild Sie durch solche Mails, solches Verhalten abgeben. Vertrauenserweckend ist dieses Bild nicht, im Gegenteil.

Der gemeine Eintrachtfan bekommt so schlichtweg den Eindruck verstärkt, den er ohnehin schon hat: dass seine heißgeliebte SGE dem DFB als Dachverband eher ein Dorn im Auge ist als eine große Freude.

Umso mehr geht mir persönlich der DFB-Pokalsieg nah – ein feines Ärgernis für Sie, möglicherweise?

Um einen weit verbreiteten Hashtag zu nutzen: es wäre Zeit für #ausgegrindelt.

Auf die Reaktion der Fans bin ich gespannt. Und damit meine ich nicht nur die der Eintracht. Es könnten stürmische, medienwirksame Spieltage auf Sie und den DFB zukommen. Und das meine ich in keinster Weise gewaltprovizierend, sondern nur so: es wird sicherlich eine offene Meinungsäußerung geben.