Vaddertag

Bollerwagen. Alkohol. Geselligkeit. Das sind sie, die Attribute eines gepflegten Vatertags, der sich nicht selten für die Beteiligten am nächsten Tag zum Katertag entwickeln kann. Bei der Eintracht haben wir da noch eine andere – übertragene – Bedeutung.

Vadder Abraham, der Fels in der Brandung unserer Abwehr, über Jahre unbestrittene Stammkraft wird wohl am Ende dieser Saison, wann immer das auch sein mag, seine Zelte in Frankfurt abbrechen und sich auf den Weg in seine argentinische Heimat machen. Nach weit über hundert Pflichtspielen in den letzten fünf Jahren ist das sicher ein Verlust, nicht nur auf sondern auch neben dem Platz. Klar, auch der Autor dieser Zeilen hat in den letzten anderthalb Jahren durchaus das eine oder andere Mal (mehr oder minder) dezent Kritik am langjährigen Kapitän geübt, aber ein Verlust wird es sein.

Und vielleicht auch der Vorbote eines erneuten Umbruchs? Fernandes hört auf, Russ’ Vertrag endet, Hasebe hat (trotz aller gegenteiligen Ankündigungen) noch nicht verlängert und Zimmermann wird sich wohl auf seinen Job als Torwarttrainer konzentrieren. Und dieses Szenario vor dem Hintergrund, dass derzeit der Klassenerhalt wirklich noch nicht in trockenen Tüchern ist und keiner weiß, wie es im Sommer weitergeht. Schwierig.

Ach ja, und dann geht es übermorgen ja zum Stern des Südens, der in der gewohnt stimmungslosen Allianz-Arena so was von klarer Favorit ist… Aber dazu demnächst mehr.