#SGE – Kaderfragen Teil 1

Die Bundesliga ist zu Ende und die Akteure der Frankfurter Eintracht genießen vier Wochen Urlaub um für das letzte Spiel oder die letzten Spiele der alten Saison und die neue Saison gerüstet zu sein. Zeit für mich, mal einen Status-quo des Kaders aus der Sicht eines außenstehenden Vollexperten zu wagen. Wer ist da, wer wird wohl gehen, wo braucht es noch Verstärkungen? Kurz: der Kaderplaner in mir schreit nach Beachtung.

Derzeit umfasst der Kader mit allen zurückgekehrten verliehenen Spielern, hochgezogenen A-Jugendlichen und Neuzugängen 33 Spieler (alle Angaben aus transfermarkt.de). Um nun einen Überblick zu haben, sortiere ich im Geiste erstmal die Spieler aus, von denen ich glaube, dass sie (auch) diese Saison keine Chance haben, weil sie noch Zeit brauchen oder warum auch immer. Das sind in meinen Augen Jan Zimmermann, der sich auf das Amt des Torwarttrainers konzentrieren wird, Fynn Otto, Nils Stendera, Marijan Cavar, Rodrigo Zalazar und Jabez Makanda, die wohl alle noch Zeit brauchen. Da waren es noch 27. Nun weiter nach Positionen:

Torwart

Nominell gut besetzt mit Trapp, Rönnow und Wiedwald, die alle drei Bundesligaerfahrung haben. Wiedwald wäre wohl der erste Wechselkandidat, aber auch Rönnow hat angedeutet, dass er eine neue Herausforderung nicht ablehnen würde. Und was in den letzten Tagen rund um Trapp so alles gesagt wurde, lässt mich dann doch glauben, dass für die kommende Saison sowohl Trapp als auch Rönnow Nummer eins sein könnten, aber auch beide bei passendem Angebot den Verein verlassen dürfen. Ich könnte mit beiden zusammen oder auch nur einem von beiden leben, halte aber Rönnow ehrlich gesagt für den entwicklungsfähigeren Spieler. Auf jeden Fall braucht es aber – gesetzt den Fall einer der beiden verlässt die Eintracht – eine starke Nummer zwei.

Innenverteidiger

Eigentlich keine Baustelle in meinen Augen. Mit N’Dicka und Hinteregger hat man zwei potentielle Stammspieler für die linke Halbposition, für rechts mit Abraham, Touré (den ich nicht als Außenverteidiger sehe) und Tuta gar drei potentielle Kandidaten. Frage ist, bleibt Abraham über die Winterpause hinaus und wie gut sind Tuta und Touré? Darüber hinaus hat man ja noch den Stefan Ilsanker, der mir auf der Innenverteidiger-Postion deutlich besser als im Mittelfeld gefallen hat. Damit sollte man durch eine Saison ohne Europapokal kommen.

Wenn sich der Trainer entschließen sollte, die Dreierkette zumindest im Repertoire zu behalten, steht und fällt das natürlich mit der Mittelposition. Diese konnte aber bisher eigentlich keiner außer Hasebe zur allgemeinen Zufriedenheit besetzen und für den gibt der Kader (Stand jetzt) kein Backup fehlt. Entweder man holt jemand von außen, was nicht billig sein dürfte, oder probiert mal was neues. Der Blogger Concordia-Eagle schrieb an anderer Stelle mal, er würde Torro dort sehen. Könnte man wirklich mal ausprobieren.

Außenverteidiger

Hüstel. Nominell ok, links mit Kostic, Durm, und als Backup Chandler, rechts mit Da Costa und Chandler, Durm als Backup. Und dann ist da noch der Rückkehrer Willems, von dem aber nicht klar ist, wie fit er ist und ob er noch eine Chance bekommen wird. Aber in der Realität (aka letzte Saison) wurde es zappenduster wenn eine der nominellen Stammkräfte schwächelte. Sei es Kostic links (kam sehr selten vor) oder Da Costa rechts (kam in den Augen von Adi Hütter wohl häufiger vor), wenn die beiden ersetzt werden mussten, war Polen offen. Auf rechts war Chandler phasenweise noch ganz passabel, aber Touré in meinen Augen eine nahezu komplette Fehlbesetzung. Der gehört für mich nach innen.

Meiner Meinung nach sollte man dort auf jeden Fall versuchen zusätzliche Qualität an Bord zu bekommen, ob man solche Spieler allerdings mit der Aussicht, erstmal nur Backup zu sein, locken kann wage ich zu bezweifeln. Ein bisschen verzwickt halt.

Und das nächste Mal kommen wir dann zum Mittelfeld und der Abteilung Attacke. Es bleibt spannend.