#SGEFCU – Way up mit Gegenwind

1 Minute. Korken hält die Luft an. Sow kratzt den Ball von der Linie. 26 Sekunden (so meine Erinnerung) dauerte es, bis Union seinen ersten Eckball hatte, um zur ersten 100 %-Chance zu kommen. Nervenflattern nach 1 Minute. 2 Minuten. Silva. Vollstreckt nach mal wieder einem Zuckerpass von Kostic. Erleichterung!

Die Saison in 2 Minuten. Hoch, Tief, Tief, Hoch, Reihenfolge völlig egal.

7 Minuten. Ausgleich. Hasebe blutig getreten. VAR? Ei fein, ich prüfe mal nach. Und nochmal. Und nochmal. Ei nee, das Tor zählt, passt schon. Hohes Bein mit Sohle voraus und blutiger Oberschenkel ist also ungleich Foulspiel. Ich lerne ja nie aus. Nervenflattern. VAR-Gegenwind.

Und so ging es ja irgendwie weiter. Die Eisernen von Union hatten gerade mehr als ausreichend Chancen. Insgesamt wurden schließlich 9:23 Torschüsse gezählt. Und wenn ich mir überlege, wie oft Sow auf der Linie kratzen durfte, wie oft Trapp glanzparierte, da wird mir warm ums Herz. Aber genau solche Qualitäten gehören ja am Ende auch dazu, wenn man den „Way up“ gehen will.

Fünf zu zwei. 5:2. So ging es aus. Und der Fußballgott persönlich hatte wohl auch einen Anteil. Neinnein, nicht der AM14FG, der richtige Fußballgott. Andrich mit seinem, Zeigler dürfte stolz sein auf dieses Kacktor, spektakulärsten Eigentor ever, ever, ever. Gute Güte! Und dann eben die 6 Minuten Eintracht-Effizienz zum 4:1 bei zu diesem Zeitpunkt ganzen 3 Torschüssen. Das war stark, echt jetzt!

Kurz vor der Halbzeit, Kruse holt den Superkopfball raus. Was für ein Ding. Weil wir ja aber gut führten kann ich damit leben. So eine Bude verteidigst oder hältst du einfach nicht.

Und Halbzeit 2 war dann doch wahrlich deutlich ruhiger, in beide Richtungen. War auch gut für mich und meine Aufregung. Im Stadion hätte ich gepöbelt. Endlos. Spätestens ab Minute 7. Aber so war ich ja mit mir alleine auf meiner Couch, und der Kinder wegen musste ich eine Menge in mir und für mich behalten. Besser wars.

Und ihr könnt euch sicher alle vorstellen, wie sehr ich Zuber die Vorlage und Chandler dann am Ende noch das Tor gegönnt habe. Das war und ist für die zweite Garde mehr als versöhnlich, ein gutes Ding für Moral und mehr. Stark gemacht war es auch noch, das freut mich sehr sehr sehr!

So ging ein Samstag Nachmittag mit eben 5:2 zu Ende. Und es war ein wahrlich geniales Gefühl.

Und jetzt, am Ende des 26. Spieltages, stehen wir immer noch auf Platz 4. Seit 9 Spieltagen in den Europarängen, seit 8 Spieltagen in den CL-Rängen. Mit jetzt 9 Punkten Vorsprung auf Nicht-Europa, 7 Punkten auf die Conference League und 4 Punkten auf die Europa League. Und sicher nach dem nächsten Spiel gegen Dortmund auch noch auf Platz 4, egal wie es ausgeht.

Für den Way Up aber ist das ein Satzball, wenn wir da was reißen würden, boah, das wäre wirklich granatenmäßig. Stellt euch mal am 27. Spieltag 7 Punkte Vorsprung auf Europa-League vor. Stellt euch das mal vor!

Aber bis dahin sind ja 2 Wochen Nicht-Pause, weil die meisten der Eintrachtler zu Länderspielen unterwegs sind. Was ich davon halte? Nichts. Aber das lassen wir jetzt mal so stehen. Fußball- und Krankheitspolitik will ich hier nicht breittreten.

Way Up, Freunde! Es wird gut werden!