#SGE – Spielpause. Unfreiwillig.

Heute und morgen sind die Halbfinalspiele im DFB-Pokal 2020/21. Bremen, Leipzig, Dortmund und Kiel spielen den diesjährigen Finalisten unter sich aus. Die Eintracht hat frei und kann nur zuschauen. Leider verlor man in Runde zwei gegen Leverkusen unter tätiger Mithilfe des Schiedsrichters Christian Dingert, der einen zweifelhaften Handelfmeter und ein glasklares Abseitstor für den Gegner gab mit 1:4. Wenig tröstlich, dass Leverkusen anschließend sensationell gegen Rot-Weiß Essen ausschied, das wiederum an Holstein Kiel scheiterte. Somit spielt Kiel morgen gegen den BVB. Egal.

Und obwohl spielfrei ist, müsste es in der Geschäftsstelle der Eintracht Frankfurt Fußball AG eigentlich derzeit sehr betriebsam zugehen. Mehrere wichtige Positionen sind neu zu besetzen; zuvorderst natürlich der Sportvorstand, der dann den Trainer und eventuell noch eine weitere Stelle in der sportlichen Leitung in der Nachfolge von Bruno Hübner besetzen darf bzw. muss. Dazu muss er gemeinsam mit dem neuen Trainer den oder die Co-Trainer bestimmen, nachdem Adi Hütter freundlicherweise beide Co-Trainer mitnimmt.

Seit der Abschiedsankündigung von Fredi Bobic sind inzwischen nahezu acht Wochen vergangen und wäre es wirklich an der Zeit, die vakante Position des Sportvorstands zu besetzen, zumal nicht ganz unwichtige Wochen für die Eintracht anstehen.

Wenn man der Berichterstattung glauben darf, gibt es derzeit drei mehr oder minder chancenreiche Kandidaten: Markus Krösche (Ex-RB Leipzig), Alexander Rosen (TSG Hoffenheim) und Jonas Boldt (HaHaHaHSV). Wobei ich hoffe und glaube, dass der letztgenannte sich lediglich via der Hamburger Medien und anderer Kanäle hier selbst ins Gespräch gebracht hat und keiner auf Frankfurter Seite ernsthaft diesen Vogel engagieren will. Diesen arroganten Schnösel, der gerne mal Journalisten aufs Übelste abfahren lässt, einen extrem überschaubaren Track-Record In Hamburg hat (mit dem jeweils teuersten Kader der zweiten Liga einmal am Aufstieg gescheitert und einmal kurz davor zu scheitern), und der außerdem eine sehr eindeutige Erwähnung in Football-Leaks zu verzeichnen hatte. Scheinangebote für Berater, um die Preise von deren Klienten bei anderen Vereinen hochzutreiben, sind nicht nett, Herr Boldt. Und haben dem Vernehmen nach dazu geführt, dass der Herr gebeten wurde, sich aus Leverkusen weg zu bewerben. Kurz: den will ich hier nicht.

Bleiben Krösche und Rosen. Ich tippe auf den ersten, der ist frei, kostet keine Ablöse und hat bisher eigentlich keine so schlechte Karriere hingelegt. Mit Paderborn von Liga drei in Liga eins, dann zu RBL, gibt schlechtere Stationen zuvor. Würde mir gefallen.

Ist aber eigentlich egal, ob es mir gefällt. Uns armen Fans bleibt es nur, zu hoffen, dass es nicht noch bis Ende Mai dauert, einen neuen Sportvorstand zu inthronisieren. Bis dahin dürften nämlich einige Züge, die für die Eintracht relevant sind, den Bahnhof schon verlassen haben. Und das auf allen Gleisen.

Also liebe Findungskommission, haltet euch ran.