Auf der Stirn standen sie mir, die Fragezeichen, am Samstagnachmittag, als gegen 14:30 die Aufstellung der ruhmreichen SGE fürs Auswärtsspiel in Augsburg veröffentlicht wurde.
Und eigentlich stehen sie da nach wie vor. Wie kommt man darauf die Mannschaft so aufzustellen, wie der Trainer es getan hat? Warum denkt er, er könne auf Offensivakteure wie Burkardt, Doan, Knauff und Götze verzichten, um dem erst 17-Jährigen Arrhov in einem derart wichtigen Spiel zum Startelfdebüt zu verhelfen? Und das nicht mal auf seiner optimalen Position. Wie lange wird der Trainer noch in Frankfurt wirken dürfen?
Alles Fragen, die ich nicht beantworten kann und für die als Antwort immer die eigene “Charakteristik” eines einzelnen Spiels zu sehen ein bisschen dünn ist, wie ich finde. Vor allem vor dem Hintergrund, dass man eben in den zweiten 45 Minuten recht deutlich gesehen hat, welche Spieler es vermutlich auch von Beginn an besser gemacht hätten.
Auch, wenn die genannten Akteure sicher in dieser Saison nicht immer die Sterne vom Himmel gespielt haben, können wir es uns einfach nicht leisten sie in dieser Anzahl für die Startelf zu ignorieren. Da lege ich mich fest.
Am Ende des Tages hat man durch den Treffer von Doan noch etwas zählbares mitgenommen. Jetzt ist man wieder Siebter, weil Freiburg klar in Dortmund verloren hat. Dreimal müssen wir noch bis wir wissen, ob’s doch noch für Europa reicht. Und hoffentlich wissen wir dann auch alsbald, wie es auf der Position des Trainers weiter- oder eben nicht weitergehen wird.
Titelbild: Leonhard Simon (Getty Images)