Drohen schwere Zeiten?

Zwei Spiele, ein Punkt. Samstag geht es nach Gladbach, gegen die Borussia. Die mit einem Sieg gegen Köln und einem Unentschieden gegen Augsburg deutlich besser aus den Startlöchern gekommen ist. Ich denke, ein Unentschieden wäre ein Erfolg. Bei einer Niederlage könnte die Eintracht längerfristig im Keller festhängen, denn die nächsten Spiele sind nun nicht dazu angetan, den Optimismus zu schüren.

Nach Gladbach kommt der FC Augsburg nach Frankfurt, dann geht es nach Köln und Leipzig, die Stuttgarter geben am 30.09. ihre Visitenkarte in der Arena ab, bevor die SGE in Hannover gastiert. Danach noch der BVB zu Hause und Mainz 05 auswärts. Hüstel. Leicht geht anders. Könnte ohne großes Unken bedeuten, dass man nach zehn Spielen so um die zehn Punkte auf dem Konto hätte. Und das ist ziemlich sicher ein Platz in der zweiten Tabellenhälfte, wenn nicht gar im letzten Drittel.

Könnten aber genauso gut 17 bis 20 Punkte sein. Dafür müsste sich die Mannschaft aber schnell finden, die Rädchen ineinandergreifen und etwas Glück dürfte auch dabei sein. Der durchaus luxuriöse Kader mit 26 wirklich in Frage kommenden Spielern, also ohne Jugendliche, Langzeitverletzte und Aussortierte, birgt hier Chance und Risiko. Chance, weil für fast alle Positionen, außer der von Hasebe und Chandler, durchaus Backups vorhanden sind. Risiko, weil schon am Samstag in M’Gladbach der eine oder andere Härtefall droht. Exemplarisch würde ich hier Marco Russ nennen wollen, der es schwer haben dürfte, nach der Gesundung von Salcedo einen Platz auf der Bank zu ergattern.

Nun wird sich zeigen, ob Niko Kovac auch solche Situationen moderieren kann. In der letzten Saison, speziell in der Rückrunde, ging es ja nur um eine Verwaltung des Mangels. Nun muss er die acht Spieler, die es nicht in den Kader schaffen, bei Laune halten. Man darf gespannt sein.

Mindestens ein Punkt sollte gegen Gladbach schon rauskommen. Aber ich bin ja von Haus aus Optimist.