Zwischenzeugnis

Sieben Spiele sind gespielt in der Liga, zwei in der Europa-League, eins im Pokal und eins im Supercup. Gut, gut, über die letzten beiden genannten sollte man besser das Mäntelchen des Schweigens breiten. Zeit für das Maintracht-Zwischenzeugnis, basierend auf den Noten aus den Spielen in der Bundesliga.

Aber halt. Eigentlich macht das noch gar keinen Sinn, die einzelnen Spieler zu bewerten. Daher habe ich mich entschlossen, nur den Primus inter Pares zu benennen, den Spieler, der in dieser teilweise ruckeligen Phase immer seinen Mann gestanden hat und it sehr guten Leistungswerten auf sich aufmerksam machte.

Er hat bisher in allen elf Pflichtspielen mitgewirkt, zwar nicht immer von Anfang an oder bis zum Ende, aber doch durchschnittlich fast 80 Minuten. Dabei schoss er drei Tore selbst und bereitete weitere fünf Treffer direkt und drei weitere indirekt vor. Darüber hinaus hatte er, bezogen auf die Bundesliga, überragende Leistungswerte. Er lief im Durchschnitt um die 10 km pro Spiel, hatte ca. 40 Ballkontakte pro Spiel und spielte 26 Pässe, mit einer Passquote von 67%. Und er gewann 48% seiner Zweikämpfe, was für einen Stürmer ziemlich gut ist (Durchschnitt in der Liga: 41%).

Was diese Werte alle nicht wiedergeben können, ist meiner Meinung nach sein Wert für die Mannschaft, sei es als Anspiel-Station oder wie er Bälle festmachen kann. Als Turm in der Schlacht, der nie aufgibt, auch wenn er schon gar nicht mehr laufen kann, wie man ja durchaus in einigen Spielen schon sehen konnte.

Kurz: einer der besten Transfers in meinen Augen und einer der besten Stürmer, die in den letzten (mindestens) zehn Jahren das Eintracht-Trikot trugen.

Ach ja, wir sprechen natürlich über Sébastien Haller.

Und zum Schluss noch, dazu passend, ein Interview mit unserem Helden in der Frankfurter Rundschau.