#VFBSGE – Die Spätzle am Abgrund

Der Abgrund beschäftigt unsere Eintracht dieser Tage. Erst in Nürnberg, jetzt in Stuttgart. Von Franken nach Schwaben. Der Glubb, der war schon keine Übermacht (zumindest gefühlt), bei Stuttgart sieht das für mich ehrlich gesagt nicht anders aus.

Korkut, gut gestartet mit dem VFB zu Beginn seiner Amtszeit, hat schon Ende der letzten Saison verhältnismäßig viele Federn gelassen. Es ging bergab. Der Saisonstart mit 5 Punkten aus 9 Spielen (okay, Korkut und Weinzierl) spricht aber eine deutliche Sprache. Einen gewissen Offenbarungseid zum Thema “Der Fisch stinkt vom Kopf”, den gab es bei Korkuts Entlassung – abends vor einer 2-Wochen-Pause der Presse stecken, der Trainer stünde nicht zur Debatte, habe das schon einmal abwenden können und er habe nun 2 Wochen Zeit, diese 2 Wochen dann auf 1 Nacht zu verkürzen und ZACK – ihn zu entlassen.

Wenig souverän diese Saison, dieser VfB Stuttgart. Weder im Management, noch in der sportlichen Leitung, noch auf dem Platz.

Und jetzt kommt die Eintracht.

Die Mannschaft, der ich selbst vor Jahresfrist noch gesagt hätte, die verlieren das, die machen wieder Diva, die sind der Aufbaugegner. Ernsthaft? Ich habe die Angst immer noch. Aber wieso? Ich weiß es nicht, es ist einfach… die jahrelange Erfahrung.

Das größte Dilemma, laut Presse: der Sturm. Rebic, Jovic, Haller. Wer? Um ehrlich zu sein, für mich ist klar, dass Jovic und Haller von Beginn an ran müssen. Rebic scheint im Moment für mich so etwas wie der Edeljoker zu sein, der, der am ehesten dann trumpft, wenn die Gegner schon einen Teil der Energie verschossen haben.

Und der Rest? Wie gehabt. Ohne den verletzten Torro eben, schade – aber da müssen wir eben durch.

Im Vergleich: was bin ich froh, dass trotz unseres durchwachsenen Saisonbeginns wir in sehr ruhigen Fahrwassern schwimmen, die Eintracht sich im Kopf gewaschen (aka weniger stinkend ist) hat und auf dem Platz etwas liefert, was durchaus Fußball heißt. Verrückt. Schön zugleich.

Lasst uns jetzt die Kässpätzle vernaschen. Schön wäre es, so als Vorbereitung auf das Erreichen der Europaleague-K.O.-Runde am Donnerstag nächste Woche! Dennoch, mein Vorteil: mangels Eurosport-Player kann ich mir das Spiel nicht ansehen. Hoffentlich ärgere ich mich sehr sehr sehr darüber, weil meine Eintracht ein Ergebnis geliefert haben wird, was genau diesen Diva-Ruf etwas kleiner gemacht hat.