#F95SGE oder die Reise ins Glück?

Montagabend. Auswärts in Düsseldorf. In der europäischen Woche. Ein streitbares Thema, die Fans sind sich – unabhängig von Europa – eigentlich ziemlich einig und finden das, genauso wie ich auch, so sinnvoll wie einen Magen-Darm-Virus.

Die Leitung der Eintracht beschwichtigt das, es sei kein Nachteil, auch für Europa. Ich persönlich denke, das ist eher Politik: man hat sich die Montagssuppe eingebrockt, also hält man jetzt auch noch die Füße still.

Aber wurscht, es zählt: Düsseldorf. Friedhelm Funkels Fortuna ist für mich nicht mehr die Truppe aus der Hinrunde. Da waren die verunsichert, eigentlich schon sprichwörtlich abgestiegen. Aber sie haben sich beruhigt. Dann kam die Winterpause, und Friedhelm wurde quasi entlassen. Es brach der Shitstorm über die Fortunenführung her, man ruderte zurück, suchte scheinheilige Argumente um ein Missverständnis zu belegen.

Und was macht König Fridolin, der Funkelnde von der längsten Theke der Welt? Steckt das, zumindest äußerlich, weg, als wäre nichts gewesen. Moderiert das Thema sauber durch, rafft seine Mannschaft zusammen und zack, stabilisiert die Truppe derartig, dass sie sogar den größten der Bundesliga ganz ganz ordentlich ein Beinchen stellen.

Und da ist es, unser Problem. Man kann ja diese Saison leider sagen, dass wir zu den größten der Bundesliga zählen. Und schon wird euch allen und mir klar: das Ding da heute, das ist alles, aber kein Selbstläufer. Nicht so ein “Hach, die putzen wir mal 7:1 weg und holen dann in den Kellerwochen 13 von 15 möglichen Punkten.”. Das wird schwer genug, heute Abend 3 Punkte zu holen.

Was braucht es dafür? Glück und Tüchtigkeit hinten, vielleicht so ähnlich wie gegen Inter, damit die NULL steht. Und wenn das gelingt, vorne vielleicht der Funkelsche Torwächter mal doch einen durchlässt und einen Nicht-Sahne-Tag erwischt, dann klappt das auch heute.

Kinner. Ich sag euch was. Aufgeregt bin ich diese Woche. Und es geht heute schon los. Weil, sorry, liebes Europa, die Liga für ein neues Europa mindestens genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger ist wie dieses Mailand.

Diese Woche könnte also wieder ein weiterer Schritt sein auf unserer Reise ins Glück. Hach. Schön wärs.