#SGEInter – Halbvoll

Raus aus dem Stadion nach den mehr als 90 ereignisreichen Minuten kam mir die Erinnerung an diverse Spiele in der Ära von Nikowatsch, in denen es regelmäßig eine gute und eine schlechte Hälfte gab. So wie gestern eben.

Während die Spieler der Eintracht in Halbzeit eins eher eine von Respekt und Vorsicht geprägte Leistung zeigten, ging es in Halbzeit zwei deutlich besser und deutlich mehr zur Sache. Für mich waren subjektiv beide Hälften jeweils von einem Spieler geprägt:

In der ersten Hälfte war das ein extrem verunsicherter N’Dicka, der sich nach einem ziemlich heftigen Querpass vor dem eigenen Strafraum, der direkt beim Gegner und daraufhin fast im Tor gelandet war, nahezu nichts mehr traute und nur noch quer und zurück passte. Einmal gab das auch richtig Schimpfe vom wieder einmal überragenden Hasebe.

In Halbzeit zwei war Kostic für mich der prägende Mann, überall zu finden, hinten sicher, vorne giftig. Phasenweise sah ich ihn gar auf der Zehn, oder brauche ich doch eine neue Brille. Wenn seine Mitspiele nur, ja wenn sie nur eine seiner Vorarbeiten hätten nutzen können zu einem Tor.

So bleibt ein torloses Unentschieden, ist ja nicht so schlecht, oder?

Mir ist hier gerade ein bisschen zu viel Zufriedenheit in der Luft. Am Ende des Tages ist diese Spitzenmannschaft aus Mailand immer in der Lage, ein Tor zu machen. Und dann? Ich will nicht, dass der Traum von Baku im San Siro endet. Aber dafür müssen Tore her. Und jetzt darauf zu hoffen, dass Rebic in einer Woche wieder kann, das halte ich für sehr optimistisch. Und außerdem war auch gestern Qualität genug auf dem Platz. Man muss die PS eben nur auf die Straße bringen.

Am Montag in Düsseldorf und am Donnerstag in Mailand. Auf geht’s!

2 Gedanken zu „#SGEInter – Halbvoll

  1. 1

    Ein Artikel am Geburtstag ohne Geburtstagsgrüße? Stein, du bist nicht mehr zu retten 🙂

    Alles Gude, SGE. Bleib so. Nerv mich weiter. Vor allem so, wie du es im Moment tust.

  2. 2

    Ist ja gut, korken.

    Fast wichtiger ist noch das, was ich gerade auf Facebook gefunden habe:

    “Heute vor 3 Jahren wurde Nico Kovac als neuer Trainer der Eintracht vorgestellt. Es ging einzig darum die Klasse zu erhalten und er war nicht mehr als ein Strohhalm für uns. Was danach geschah, war einfach unglaublich. Aber wühlt selbst in Euren Erinnerungen…”

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