Aufwachen!

Es ist 06:05 Uhr am Morgen und der Wecker reißt mich erbarmungslos aus dem Schlaf. Auf geht’s, der Tag wartet. Und da war dann noch der Traum der vergangenen Nacht.

Mich träumte, mein Verein, die Eintracht aus Frankfurt, habe in Italien, genauer gesagt, in Mailand, den hohen Favoriten Inter Mailand auf beeindruckende Weise geschlagen. Man hatte in über 90 Minuten (ich weiß, ein langer Traum) nie das Gefühl, die Italiener könnten eine Chance haben. Schon erstaunlich.

Und wenn die Spieler der Eintracht ihre Chancen mal besser ausgespielt hätten, dann wäre auch ein sehr viel deutlicherer Sieg möglich gewesen. Aber egal. Denn nichts desto trotz, man wacht am Morgen einfach beseelt auf, wenn man von einem Erfolg der eigenen Mannschaft träumt.

Auch und vor alledem, wenn man von einem Erfolg träumt, der noch vor wenigen Jahren nicht nur von den seit jeher in und um Frankfurt reichlich anzutreffenden Dauerpessimisten ins Reich der Fabel verwiesen worden wäre. Denn wer hätte schon damals, im März 2016, daran geglaubt, dass mit der Inthronisation des jungen Niko K. eine neue Ära angebrochen sei? Das kann doch alles nur ein Traum sein.

Realistisch ist doch etwas ganz anderes, etwas, was der ehemalige große Vorsitzende immer in seinen Verlautbarungen anklingen ließ, alles ist zementiert und die Eintracht hat sowieso keine Chance.

Alles andere wäre nur ein Traum, oder?