#SALSGE – Silva zieht den Stecker

Wer nach den ersten zehn, fünfzehn Minuten sein Geld auf die Eintracht gesetzt hätte, wäre wohl eher als todesmutig bezeichnet worden. Drei, vier hundertprozentige Chancen für die Spieler aus der wunderschönen Mozartstadt, haarsträubende Schwimmeinlagen der Frankfurter Defensive, und natürlich das 1:0 in der zehnten Minute. Kurz: katastrophal.

Und dann fing die Eintracht an, sich am eigenen Zopf (sogar ohne Haarciencia auf dem Platz) aus dem Sumpf zu ziehen. Man begann, das Spiel zu kontrollieren, setzte erste Nadelstiche, so auch einen Lattenkracher von Silva aus vermeintlicher Abseitsposition, die nicht nur Steffen Freund bezweifelte.

Tja, und dann der Angriff, der den Salzburger Nockerln für eine gewisse Zeit erstmalig den Stecker zog. Balleroberung vor dem eigenen Strafraum (ich glaube durch Rode), ein Zuckerpass von Kamada auf den startenden Kostic, der eine fantastische Flanke schlug, die Silva ‘nur’ noch einnicken musste.

Der Rest der ersten Hälfte ist schnell erzählt, Salzburg bemüht, aber nicht zwingend, die Eintracht spielte das ziemlich abgezockt (Grüße an den Isaradler). Einzig bemerkenswertes noch, Ilsanker mit einem Cut über dem Auge, Hasebe lief sich warm aber schlussendlich hielt der Österreicher durch.

Mit Beginn der zweiten Hälfte bekam die Eintracht das Spiel noch besser in den Griff, es gab diverse Konter, die mehr oder minder leichtfertig vergeben wurden. Salzburg traf nach einer (der wievielten?) schlecht verteidigten Ecke, Hütter stellte danach auf Dreierkette hinten um mit Ilsanker in der Mitte. Und dann kam er. Der Mann, der heute den Unterschied machte. Andre Silva zog durchs Mittelfeld und vollendete unter gütiger Mithilfe eines Salzburgers.

Tja. Und das wars. Verdient eine Runde weiter und nun gegen Basel. Aber vorher das erste Mal gegen Bremen. Und dann Leverkusen. Und, und, und. Bis dahin genießen wir den Erfolg.

PS: Der oben abgebildete Stecker funktioniert in Deutschland, Österreich und der Schweiz…