#SGEscf – Halbleer

Nach dem gestrigen Spiel habe ich geschwankt, nein, nicht wegen übermäßigen Alkoholgenusses, nein, was denn die richtige Überschrift nach so einem Verlauf sein könnte. Ist es ein positives Ergebnis, nach zweimaligem Rückstand wieder ins Spiel zurück zu kommen? Oder ist es ein Punktverlust, wenn man trotz 34 zu 10 Torschüssen und vielen, vielen glasklaren Torchancen nicht als Sieger vom Platz geht?

Letzteres. Ganz klar letzteres. Dost (22.), Kamada (30.), Kostic (40.), Kamada (43.), Silva (47.), Kamada (53.), Silva (55.), Hinteregger (56.), Dost und Silva (64.), Kohr (85.), Gacinovic (89.) und Kamada (90. +1). Zwölf bzw. 13 Chancen, die auch der Kicker im Text erwähnenswert findet. Und dann nur ein Punkt?

Klar. Wenn man zuerst ein abgefälschtes Tor bekommt, dann einen Kopfball nach einem Freistoß und schließlich einen blitzsauber rausgespielten Konter fängt, dann ist es halt nur ein Punkt. Und der ist zu wenig.

Zu wenig im Lichte des Spielverlaufs aber auch und vor allem zu wenig, wenn man sich die letzten Ergebnisse der Konkurrenten um den Klassenerhalt ansieht. Ja, genau. Klassenerhalt. Um nichts anderes geht es noch in dieser Saison. Hätte vielleicht anders sein können, wenn man gestern… Hätte, hätte, Fahrradkette.

Was mich persönlich übrigens noch massiv geärgert hat an diesem gestrigen Tag, wenn dann ein Abwehrspieler meint, die Stürmer kritisieren zu müssen. Das geht ja wohl gar nicht. Wenn man in einem Heimspiel drei Tore schießt, langt das bei einer sicheren Deckung zum Sieg, Herr Ilsanker.

Was war gut? Klar, die Mannschaft hat Chancen kreiert, der Spielaufbau hat nach der Umstellung auf das (alt)bewährte 3-5-2 viel, viel besser funktioniert. Insgesamt hat dieses Spiel bei mir schon die Zuversicht auf einen erfolgreichen Rundenabschluss etwas erhöht.

Nichtsdestotrotz überwiegt nach einem solchen Spiel der Frust. Über vergebene Chancen im Spiel und die mit dem Unentschieden vergebene Chance, sich früher deutlicher in Sicherheit bringen zu können.