#M60SGE – Noch viel Luft

Am Samstag hat die Eintracht mit einem 2:1 die Pflichtaufgabe gegen München 1860 in der ersten Runde des DFB-Pokals mit Erfolg absolviert. Soweit so gut. Wenn man sich allerdings das Spiel angesehen hat, musste man konstatieren, dass es sich um ein typisches Erstrundenspiel am Beginn einer Saison gehandelt hat.

Aufgestellt mit der derzeit bestmöglichen Mannschaft in den Augen des Trainers, begann die Eintracht verhalten. Vorsichtig formuliert. Um es deutlicher zu sagen, aus Sicht der Eintracht kann man über die erste Hälfte, abgesehen von einem Pfostenschutz hüben (Kohr) und einem Pfostentreffer drüben (Mölders mit entscheidender Unterstützung durch Kevin Trapp), getrost das Mäntelchen des Schweigens hüllen.

Die zweite Hälfte begann besser, man hatte das Gefühl, die sicherlich engagierte Halbzeitansprache des Trainers habe Früchte getragen. Die Eintracht traf zweimal ins gegnerische Tor, einmal Silva auf Vorlage von Dost und einmal Dost auf Vorlage von Silva. beides übrigens Kopfballtore. Und der Rest? Wieder (besser) Schweigen aus Eintracht-Sicht, wenn man mal vom Anschlusstreffer der Löwen nach einem extrem ungeschickten Einsatz von Trapp, der zu einem Elfmeter führte, und von dem gefährlichen Kopfball Abrahams absieht. Leider auf das eigene Tor.

Was haben wir gelernt?

  • Es ist noch viel Arbeit nötig, um in der Liga zu bestehen.
  • Hinteregger ist, was die Spieleröffnung angeht, noch lange kein Ersatz für Hasebe.
  • Zuber muss einen Sahnetag erwischen, um Kostic vergessen zu machen.
  • Die rechte Seite ist immer noch ein Schwachpunkt.
  • Kamada scheint nicht bei der Sache zu sein, wirkte seltsam fahrig.
  • Insgesamt wirkt das Gebilde Eintracht-Mannschaft 2020/21 noch ausbaufähig.

Habe ich etwas vergessen?