Zwickmühle

Pünktlich sind sie da. Kurz vor Beginn der Bundesliga 2020/21 ploppen sie auf, die Gerüchte über wechselwillige Spieler der Frankfurter Eintracht. Dieses Mal betrifft es zwei Stürmer. Goncalo Paciencia soll, unzufrieden mit seinem Status als Stürmer der zweiten Reihe, mit einem Wechsel nach Gelsenkirchen liebäugeln. Bas Dost hingegen soll sowohl auf dem Kontinent als auch auf der Insel begehrt sein. Brügge und Tottenham heißen die gerüchteten Kandidaten.

Für sich betrachtet könnte jeder der beiden Transfers Sinn haben. Einen unzufriedenen Spieler mit Kaufoption zu verleihen, damit er anderswo spielen kann und das eigene Gehaltsbudget nicht belastet, kann durchaus hilfreich sein. Wenn das ganze noch mit einer adäquaten Kaufoption – die Gerüchte sprechen von 11 Millionen – unterfüttert wäre, gerne. Auf der anderen Seite wäre der Verkauf eines verletzungsanfälligen Stürmers über 30, der zu den Spitzenverdienern gehört, und dessen Transfer eine Ablöse in der Höhe der Erstinvestition einbringen könnte, sicherlich gut zu verargumentieren.

Das Problem liegt darin, dass beide Transfers gleichzeitig die Eintracht in eine schwierige Position bringen würden. Sie stünde vier Tage vor dem Ligastart mit nur noch einem erfahrenen Stürmer, einem Neuling und einem Jugendlichen da. Eigentlich nicht akzeptabel. So bleiben der Eintracht eigentlich nur zwei Optionen, die aus dieser Zwickmühle führen:

Entweder hat die Eintracht einen Stürmer in der Hinterhand, und dieser kann quasi Stunden nach dem Vollzug der Wechsel bei der Eintracht unterschreiben. Oder, man erlaubt den eine Transfer, während der andere Spieler dann wohl bleiben muss.

Und das führt dann gleich zu meiner Lieblingskonstellation: Paciencia geht nach Schlacke, Dost bleibt bei uns, und um den kirchenmausarmen Bergleuten unter die dünnen Arme zu greifen, entlasten wir ihre Gehaltsliste, wahlweise von Amine Harit (mein Favorit) oder dem Kollegen Uth.

Aber diese Idee ist natürlich wie alles reine Phantasie und da die Wechsel derzeit auch nur Gerüchte sind wissen wir wie immer nichts.