#BSCSGE – Simmer jetzt nun reich, oder was?

Freitag, auswärts in Berlin. Zu irgendwas muss Corona ja gut sein, stellt euch mal vor, das wär freitags gewesen und wir hätten hinreisen dürfen? Was für eine Odyssee, ich sags euch! Auch wenn dem Franziskaner jetzt Unmengen an Umsatz verloren gehen, weil da eben nicht gebembelbart wird. Die sind jetzt also eindeutig nicht reich deshalb.

Sind wir jetzt eigentlich reich? Im Verhältnis zu so manchen anderen Clubs wohl schon, denn gut aufgestellt sind wir ja. Trotz Corona. Und die Haller-Millionen sind ja laut einem Bericht beim Kicker auch eingetroffen. Aber das eröffne uns ja keinen zusätzlichen Spielraum, denn die Rateneinnahmen wären ja gegen andere Ratenausgaben bereits verplant und gegengerechnet. Mag so sein, ist es vermutlich auch. Ist ja so üblich im Geschäft.

Ist Berlin eigentlich reich? Das steht ja zu befürchten, so manche nennen es ja schon salopp “Leipzig 2.0”, denn der Investor macht reich. Und Geld schießt Tore. Naja, zumindest letzte Woche in Bremen. Aber das möchte ich noch nicht überbewerten. Gefühlt und gehofft haben wir letzte Woche gegen Bielefeld underperformt und die Bären aus Berlin haben überperformt. Träfen wir uns da so jetzt in der Mitte, dann… spielen wir wieder 1:1. Was uns nicht hilft. Aber uns nicht abschießt.

Was könnten wir also anders machen? Das ist die Frage aller Fragen an dieser Stelle. Denn so richtig habe ich nach dem Spiel bei 1860 und zuhause gegen Blödefeld nicht so wirklich eine Idee. Tatsächlich, so empfinde ich, stand in beiden Spielen die beste Elf auf dem Platz, was so nachkommen könnte halte ich in keinem Fall für tauglicher.

In mir reift wirklich etwas die Sorge, dass “es kommt kein Kracher mehr” (so Bobic) uns in die Bredouille bringt. Eine Bredouille dergestalt, dass wir den Saisonbeginn ohne weitere Verstärkungen schlichtweg – sorry – verschlafen oder verkacken. Der Spielplan war doch eigentlich so gemacht, dass wir mit ordentlich Schwung in schwierige Saisongewässer hätten eintauchen können. Da sehe ich das Risiko. Und hoffe natürlich das Beste.

Deshalb hole ich meinen Zweckoptimismus raus und sage: die Jungs reißen sich am Riemen, es wird gut gehen und wir wuppen das Ding mit 2:1 nach Hause. Und wenn uns das gelingt, sind wir reich. Und zwar genau um 3 Punkte reicher. Was mir und euch und uns wohl ein ziemlich fantastisches Wochenende bescheren täte.

Auf gehts, Eintracht, kämpfen und siegen!