Den gamle Korkowitsch – #RBL dreht durch

Sehr geehrter Herr Mintzlaff, lieber Olli,

kaum ist das Spiel unserer zwei Mannschaften am Wochenende durch, da lese ich in diesem großen, weiten Internet diverse Sätze, offensichtlich aus Ihrem Munde. Vereine sollen doch nicht alles so auf Kante nähen. Es täte und könnte ja sonst ohne Kredite schwierig werden.

Bei allem gebührenden Respekt, sind Sie noch zu retten? Da werden Ihrem mitgliederlosen Verein unlängst 100 Millionen Euro geschenkt, Sie und ihr „Club“ tun nach wie vor so, als wären Sie unabhängig, Sie fabulieren immer und immer wieder von den doch so schweren Verhandlungen mit RB Salzburg. Und jetzt treten Sie, mit Verlaub, allen anderen Vereinen (!) mit dieser Aussage völlig zielgerichtet mitten ins Gesicht?

Ich komme damit nicht zurecht. Ich käme damit vermutlich eher zurecht, würden Sie einfach auch einmal die Chuzpe haben und sagen: ja, wir haben die Lizenz gekauft bekommen. Ja, wir sind in einem Konstrukt und arbeiten natürlich irgendwie innerhalb der erlaubten Regeln. Damit, lieber Olli, könnte ich – ich wiederhole mich – tatsächlich umgehen. 

Mit einer großen Portion An-der-Nase-Herumführerei komme ich aber nicht klar. Und es scheint so, als würde kein Fußballfan damit klarkommen. Und irgendwie liegen mir, wenn ich Ihre Worte so wahrnehme, Ihre Worte der letzten Monate und Jahre, gar seitdem es Ihren „Club“ gibt, sogar andere Vergleiche durchaus nahe. Man könnte Sie ja sogar durchaus „Querdenker“ nennen. Denn Ihre Realität deckt sich nicht mit der echten Realität.

Herzlichst

Ihr gamle Korkowitsch

Ein Kommentar

  1. Dass ausgerechnet derjenige, der gerade erst vor ein paar Monaten Kredite in Höhe von 100 Millionen Euro per Federstrich erlassen bekommen hat, seinen Amtskollegen bei anderen Vereinen Ratschläge über rationales Wirtschaften erteilt, entbehrt tatsächlich nicht einer gewissen Komik.

Kommentare sind geschlossen.