#SGEOLY – Das erste von fünf

Spiel eins nach der Blamage gegen die vom Big Shitty Club. Ausgerechnet gegen den ungeschlagenen Tabellenführer in der Europa-League-Gruppe, der gerade Istanbul in deren eigenem Stadion mit 3:0 vom Platz gefegt hat. Man könnte derzeit leichtere Gegner haben. Aber gut.

Eine gute Nachricht ist, dass Rode heute erstmals nach seiner langen Verletzungspause wieder im Kader stehen wird. Wenn ich den Trainer bei der PK richtig verstanden habe, ist aber noch nicht mit einem Einsatz von Beginn an zu rechnen.

Zu rechnen ist übrigens damit, dass die Griechen ähnlich wie am Wochenende die Hertha der Eintracht den Ball überlassen werden. In den meisten ihrer Spiele kommen die Jungs aus Piräus auf irgendwas um die 45% Ballbesitz. Dafür sind sie sehr stark im Umschaltspiel und im Gegenpressing. Alles nichts, was der SGE in ihrer derzeitigen Form entgegenkommt. Wobei ich derzeit nicht weiß, wie ein Gegner beschaffen sein sollte, der uns entgegenkommt.

Generell ist es das erste von fünf Spielen, die es noch bis zur nächsten Pause Anfang November gibt. Zwei englische Wochen in den nächsten drei Wochen. Zweimal gegen Olympiakos, ansonsten Bochum, Leipzig und Fürth. Ich lehne mich mal aus dem Fenster. Wenn nicht mindestens drei dieser fünf Spiele gewonnen werden wird es sehr, sehr rumpelig in den kommenden Wochen.

Ich weiß auch gar nicht mehr, was ich mir für die nähere Zukunft so wünschen soll zum Thema Trainer und Mannschaft. Es ist klar, dass es so nicht weitergehen kann. Ob Glasner schon verstanden hat, dass manche Zeichen sehr deutlich sind, ich weiß es nicht. Ich meine beispielsweise die Pfiffe zur Halbzeit und den fehlenden Support in der zweiten Hälfte. Das sind für mich ganz deutliche Alarmzeichen. Denn bisher konnte sich die Eintracht immer auf eins verlassen, den Zusammenhalt zwischen Fans und Mannschaft. Will sagen, die Truppe hat es auch in schlechten Zeiten immer wieder geschafft, dass der Funke übersprang. Hoffen wir, dass das heute auch wieder klappt.

Pfeifen wird das Spiel übrigens Tiago Bruno Lopes Martins aus Portugal. An den hat die Eintracht eher gemischte Erinnerungen, denn er pfiff in der Saison 2018/19 das Spiel in Limassol, das die Eintracht 3:2 gewann. Der Kicker schrieb damals über den Schiedsrichter: “Startete sehr großzügig, als er unter anderem ein leichtes Nachtreten von Sachetti an Stendera nicht ahndete (22.). Im weiteren Spielverlauf aber immer kleinlicher – eine Linie fehlte komplett.” Stendera flog übrigens damals mit gelb/rot vom Platz. Hüstel.

Titelbild: Alex Grimm/Getty Images