#SGEOLY – Der Spirit ist wieder da

Es gibt da einen Gesang im Waldstadion, der erklingt immer dann, wenn es mal nicht so gut lief, und man auf dem Weg der Besserung ist: Die SGE, die SGE, die SGE ist wieder da. Irgendwie ging der mir gestern nach der 60. Minute nicht mehr aus dem Kopf, denn da war sie wieder. Die Mannschaft, die uns in den vergangenen Jahren so viele rauschende Nächte im Europapokal beschert hatte, die uns in der Liga phasenweise begeistert hatte. Ein Team, ein Wille, ein Weg.

Gestern hatte man wieder dieses Gefühl, dass einer für den anderen läuft, der eine des anderen Fehler ausbügelt, kurz – es stand eine Mannschaft auf dem Platz. Da wurde nicht abgewunken, da wurde füreinander eingestanden. Sicher, es gab noch viele Dinge zu verbessern, das Spielverständnis ist in vielen Situationen noch im werden. Aber man hatte (lies: ich hatte) eigentlich erstmalig das Gefühl, dass das auf längere Sicht durchgängig funktionieren kann mit dieser Mannschaft und diesem Trainer.

Natürlich gibt es, das liegt in der Natur der Sache, bei einem solchen starken Mannschaftsauftritt dann immer den einen oder anderen, der besonders herausragt. Für mich waren es zwei, die das Spiel gegen Olympiakos geprägt haben. Natürlich zum einen Rafael Borré, der unermüdliche Kämpfer, bei dem ich irgendwie immer an die Werbung mit dem kleinen Duracell-Hasen denken muss. Er gibt nie auf, und egal ob die Gegner einen oder wie viele Köpfe auch immer größer sind, der schmeißt sich rein. Gestern belohnte er sich noch dazu mit dem wichtigen, die Köpfe freimachenden 1:0 per Foulelfmeter. Wer hat nochmal gesagt, dass der Gefoulte nicht antreten soll? Egal.

Und dann war da noch Gonzo. Erstmalig in der Startelf seit fast anderthalb Jahren, zurück von seinem desaströsen Ausflug nach Schlacke 06 zeigte er, warum er einstmals zur Eintracht geholt wurde. Er machte Bälle fest, hatte seine Füße eigentlich bei fast allen gefährlichen Aktionen nach vorne drin, er kämpfte unermüdlich. Und er belohnte sich mit der Vorbereitung zum 3:1 durch Kamada.

Und jetzt? Jetzt hoffen wir, dass alle gesund aus diesem intensiven Spiel gekommen sind und wünschen uns, dass die Partie am Sonntag gegen Bochum mit der gleichen Einstellung angegangen wird. Denn dann steht einem Auswärtssieg nichts mehr im Weg. Gern auch mit der gleichen Aufstellung.

Titelbild: Frederic Scheidemann/Getty Images

Ein Kommentar

  1. Als stiller Leser des Blogs wünsche ich gute Besserung.

    Ich hoffe das Motto “Eintracht Frankfurt heißt kämpfen und siegen” lässt sich übertragen.

    Vielen Dank für den Blog und die Beiträge in Blog G.

    Viele Grüße

    Jens

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