#SGE – Gamechanger gesucht

Linkslastig sei das Spiel der Eintracht, so heißt es landauf und landab. Die rechte Seite ist seit Jahr und Tag eine Problemzone, eigentlich seit Danny da Costa seiner Galaform verlustig ging. Der (immer noch) neue Trainer Glasner ist sogar mit dem Vorhaben hier angetreten, diese Abhängigkeit von der linken Seite und dem Protagonisten Filip Kostic zu reduzieren. Man kann bisher allerdings wirklich nicht sagen, dass ihm dies in irgendeiner Form gelungen sei. Im Gegenteil. Tore wurden vorbereitet durch die Mitte und (natürlich) über links. Vorlagen über rechts? Fehlanzeige.

Ganz egal, wer da auf der rechten Bahn aufgeboten war, egal welches System, es war ein einziges Trauerspiel. Egal ob Durm, da Costa, Chandler, Toure oder zuletzt gar Barkok, keiner kam auch nur rudimentär über (gute) Ansätze hinaus, die auch immer nur kurz zu bewundern waren. Es fehlt also eine Lösung, ein magischer Moment, wie damals, als der ehemalige Übungsleiter Adi H. auf die Idee kam, Kostic die ganze linke Seite anzuvertrauen. Nur dieses Mal eben auf der rechten Seite.

Und dann las ich vor einigen Tagen im Blog-g, wie der Schreiber ‘Rasender Falkenmayer’ eine Idee präsentierte, die ein solcher Gamechanger sein könnte. Man vertraut die rechte Seite Djibril Sow an.

Vielleicht braucht der [Sow] eine neue Position In der Mitte ist er orientierungslos. Möglicherweise könnte ihm die Aussenlinie Orientierung geben. Meine Idee: ihn auf der rechten Seite einsetzen. rechten Fuß hat er, Flanken kann er einigermaßen, defensiv macht er auch mit. Linie hoch – Linie runter. Hinten grätschen, vorne flanken. Da weiß er immer, wo es lang geht und muss nicht überlegen, was ihn hemmt.

Quelle

Und je länger ich über diese Idee nachdenke, umso besser gefällt sie mir. Denn du hast damit nicht nur rechts einen Spieler mit ähnlicher Laufbereitschaft und hohem Tempo als Pendant zu Kostic, nein, du bekommst damit im 3-5-2 System auch einen Platz für den kampfstarken Rode zusammen mit Jakic, Sow kann auch halbwegs gescheite Flanken schlagen, die mit Paciencia, Ache oder Lammers auch Abnehmer haben könnten, kurz: man sollte es probieren.

Und dann habe ich mal ein bisschen in den Archiven gegraben. Es gab durchaus schon Versuche mit Sow auf rechts. Er spielte das bereits in Mönchengladbach, im Spiel der 2. Mannschaft gegen Victoria Köln. Damals trug er zum 4:1 Sieg zwei Assists bei. Und auch in der U20-Nati der Schweiz spielte er das gegen Polen (2:2, ein Tor Sow) und gegen Deutschland (2:1). Scheint also keine Position zu sein, auf der er sich per se die Füße brechen würde.

Vielleicht sollte man das ja so mal probieren:

Kann nicht mehr als schiefgehen.

Titelbild: Adam Pretty/Getty Images

5 Kommentare

  1. Auf Rode zu setzen mit dem Knie wird dauerhaft nicht mehr funktionieren alternative wäre dann nur Hrustic derzeit

  2. ÄpplerPrince,

    Sicher ein Punkt. Wobei auch Hasebe und vielleicht sogar N’Dicka im defensiven Mittelfeld spielen können. Aber ja, wenn Rode wirklich nicht mehr dauerhaft zurückkommt, musst Du auf der Position nachbessern.

  3. 😋😋😋❣️(z.B. in der Kutscherklause)
    *Auf einen schönen Sonntag*👍‼️

    *AUF GEHT’S ADLER* 🦅
    ✊🏼🖤🤍❤️🦅👍 *Bringt 3 Punkte mit nach Hause!*
    ✌🏼⚽⚽⚽‼️

Kommentare sind geschlossen.