Ein Riss in der #SGE-Kurve?

Es war glaube ich das Heimspiel der Europa League im (Spät-)Herbst gegen Piräus. Ich stand vor dem Spiel mit meinen üblichen Verdächtigen vorm Eintracht-Museum, naja, fast allen üblichen Verdächtigen zumindest, und wir fachsimpelten. Über das Spiel. Die virale Gesamtsituation. Motzen vor uns hin, freuten uns da zu sein, alles, was man eben so macht.

Es kam vor dem Spiel ein Gerücht auf. “Die Ultras sind heute da!”. “Es rumort dort, manche wollen die Eintracht unterstützen, andere denken massiv alle oder keiner.” Großes Staunen, Vorfreude, Zweifel, der Wunsch nach einem halbwegs vernünftigen Stadiongefühl kam auf. Ja, das wär gut, den Griechen zu zeigen, wem das Stadion gehört. Nein, das macht ja keinen Sinn, die haben sich eindeutig positioniert, die Ultras, alle oder keiner. Ob denn alle die gleiche Meinung haben könnten dort? Mitnichten, das gibt es ja nirgends und nie.

Das wiederum sich manche Ultras “inkognito” im Stadion bewegten, das war jedoch zweifelsohne klar. Allein fehlt mir zumindest der Glaube, dass das nicht so sein könnte.

Ich habe damals keine Welle darum gemacht. Es erschien mir nicht wichtig, nicht kritisch, nicht komisch. Ich möchte auch heute keine Welle machen. Das ist mir wichtig.

“Fan geht vor”, die schöne kleine Fanzeitung, veröffentlichte just eine Sonderausgabe. Hier ist die Rede von einer “Zerreißprobe bei den Ultras”, lest doch selbst dort im Artikel nach, 4. Seite in der digitalen Ausgabe. Es ist sogar die Rede von einer Auflösung oder Aufspaltung der Ultras, man wolle das aber zurecht nicht bewerten.

Ich sehe das auch so: ich will es nicht bewerten, weil alles nur vage Gerüchte sind. Sollte hier jemand der Ultras oder nahen Bereiche mitlesen und Lust haben, sich zu melden: gerne! Würde mich freuen. Denn das Letzte, was wir in der ohnehin schweren gesellschaftlichen Situation bräuchten, wäre ein Bruch bei den Ultras oder sogar in der ganzen Fankurve und Fangemeinschaft.

Dialog auch in Fangruppierungen ist wichtig. Und ein mangelnder Konsens sollte vielleicht, wenn etwas dran ist, nicht zum Bruch führen. “United Colours”, ein Thema, das auch intern gelten sollte. Meinungen zulassen. Konsens finden. Gemeinsam offen agieren. Wie gesagt, vorausgesetzt an den Gerüchten ist etwas dran. Ich hoffe, wir haben die Coronazeit bald hinter uns. Und können alle wieder zur Eintracht. Und uns einfach benehmen wie früher. Zusammen!

Zu guter Letzt: www.fan-geht-vor.de hat jede Unterstützung verdient. Gerade auch in Zeiten, in denen vor Ort keine Zeitung verkauft werden kann.

6 Kommentare

  1. RICHTIG!!!
    Auch wenn ich die totale Verweigerungshaltung nicht verstehen kann (weil es gegen UNSERE SGE geh!)

  2. Einen solchen Riss gilt es dringend zu vermeiden. Egal wie man UF und Co gegenüber steht.
    Die komplette Fanszene muss sich etwas einfallen lassen ,denn es wird eine Zeit nach Corona geben.

  3. Die Ultras brauchen wir nicht mehr. Die Stimmung wird immer
    besser, auch ohne Ultras. Wo die Mannschaft sie gebraucht hat, waren sie nicht da. Jetzt können sie auch weg bleiben.

  4. Also ich war gegen RB und Mainz im Stadion und die Stimmung war fast nicht vorhanden obwohl die Mannschaft sie gebraucht hätte…

    Hartmut peczka:
    Die Ultras brauchen wir nicht mehr. Die Stimmung wird immer
    besser, auch ohne Ultras. Wo die Mannschaft sie gebraucht hat, waren sie nicht da. Jetzt können sie auch weg bleiben.

  5. Ich finde es falsch zu sagen, die brauchen wir und die können wegbleiben. Wir brauchen sie alle. Und was wir darüber hinaus brauchen ist ein Konzept für die Zeit nach de Pandemie.

Kommentare sind geschlossen.