#RBBSGE – Mit Abstand

Mittwoch war Europacup-Zeit. Das war schon früher so und wird hoffentlich für die Eintracht auch bald wieder zur Regel werden. Mit dem Abstand von einer Nacht betrachtet war das wieder so ein Spiel, das gezeigt hat, wozu diese Mannschaft eigentlich diese Saison fähig ist, aber auch genauso, woran es eben noch hapert.

Was ich allerdings sagen möchte, ist, dass es für mich das mit Abstand beste Spiel der SGE im Jahr 2022 war, da es gegen eine Mannschaft ging, die ein wirklicher Gegner war und nicht ein desorientierter Haufen wie die Hertha. Man hat auch gesehen, dass einige Spieler der Eintracht deutlich an ihren Aufgaben zu wachsen scheinen, nehmen wir nur mal Daichi Kamada. Sicher, er hatte im letzten Spielen durchaus schon eine aufsteigende Form gezeigt, was er da aber gestern abgeliefert hat, Chapeau. Mannschaftsdienlich, immer anspielbar, passsicher (90% angekommene Pässe), kurz: eine gute Vorstellung.

Was mich in der Retrospektive zu dem Spiel dann am meisten wundert, und deshalb möchte ich das separat ansprechen, sind die im Kicker veröffentlichten Zweikampfwerte. Danach müsste die gesamte Mannschaft nur 33% aller Zweikämpfe gewonnen haben und Kamada gar nur 14%. Ich muss ein anderes Spiel gesehen haben. Oder, wie es ein im Stadion anwesender beschrieb:

Im Stadion sah es allerdings gefühlt so aus, als ob unsere Jungs (…) jeden wichtigen Zweikampf gewonnen haben.

De-Schebbe in Blog-g

Egal. Was zählt ist das Ergebnis. Und hier kommen wir dann halt zum mit Abstand größten Kritikpunkt. Die Chancenverwertung. Zum Weglaufen. Borré mit verschossenem Elfmeter in Minute 52, Kostic in der 55., wieder Borré in der 65., 67. und 84. Minute und schlussendlich Kostic in Minute 90+3. Sieben Großchancen vergeben. SIEBEN. Unglaublich. Man hätte die nächste Runde schon im Hinspiel klarmachen können. Ach was, müssen.

So geht man mit einem knappen Resultat in das Rückspiel, wo man dann das Spiel machen muss; eine Tatsache, die der Mannschaft in den letzten Wochen und Monaten wenig wenn nicht gar gar nicht geschmeckt hat. Aber selbst gewähltes Schicksal. Wobei, es ist Europapokal. Und da hat die Mannschaft in den letzten Jahren ja immer herausragende Leistungen abgeliefert.

Jetzt ist allerdings erstmal Bochum wichtig. Am Sonntag. Im Wald.

Titelbild: Fran Santiago/Getty Images

Ein Kommentar

  1. Die müssen doch das Spiel machen und wir pressen wieder hoch und warten auf die Unschaltmomente

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