#SCPSGE – Ein Punkt glücklich errumpelt

von UliStein

Ab der 75. Minute des gestrigen Spiels in Paderborn hat wahrscheinlich kein Anhänger mehr einen Groschen auf einen Punktgewinn der glorreichen SGE gewettet. Nach zwei Schnitzern der Nachwuchskräfte lag die Mannschaft mit 1:2 hinten und bestand nur noch aus zehn Spielern. Nachdem sie bereits zuvor keinesfalls Sterne vom Himmel gespielt hatte sank die Hoffnung auf einen Tiefpunkt. Und ohne die Last-Minute-Aktion von Noah Atubolu und Jonny Burkardt wäre es auch nichts geworden mit dem ersten Punkt beim vierten Auftritt in Paderborn.

Dabei hatte das Ganze noch relativ manierlich begonnen. Die Eintracht spielt gut mit und ging mit einem der ersten gut vorgetragenen Angriffe mit 1:0 in Führung, als Burkardt eine mustergültige Vorbereitung von Chaibi eiskalt vollendete. Aber dann wurde es harzig. Die Laufwege stimmten nicht, die Pässe kamen viel zu ungenau, man war schlampig im Abschluss und nachlässig in der Defensive. Kurz: eine Einladung für die Gastgeber. Diese nahmen sie noch vor der Pause gern an und glichen aus indem sie das einmal mehr chaotische Abwehrverhalten bestraften.

Nach der Pause brachte Adi Hütter mit Collins für Knauff und Höjlund für Aseko zwei frische Kräfte. Während der junge Däne gleich zeigte, dass er eine Verbesserung darstellte, ging es bei Collins nahtlos weiter wie in den letzten Spielen. Später kamen noch Ebnoutalib und Ilicevic für Uzun und Doan. Eine Minute nachdem sich Baum eine gelbe Karte abgeholt hatte.

Und dann kamen die zwei Patzer der Nachwuchsspieler, die fast das Spiel entschieden hätten. Zuerst verlor Ilicevic in der gegnerischen Hälfte den Ball ziemlich leicht, de anschließende Konter führte zu einem Elfmeter und die Eintracht lag hinten. Und zwei Minuten später flog Baum nach einem überflüssigen Dribbling mit anschließendem Foulspiel mit gelb-rot vom Platz.

Danach versuchte die Eintracht zwar nochmal alles, aber das Auseinanderspielen defensiv stehender Mannschaften gehört ja schon mit elf Spielern nicht zur Kernkompetenz der Truppe. So war das Ganze eigentlich ein ziemlich übles Gewürge und wurde letztlich nur durch einen Glücksmoment noch zu einem halbwegs erträglichen Ergebnis gebracht.

Aber man hat wieder ganz deutlich gesehen, es wartet noch viel, viel Arbeit auf das Trainerteam und die Mannschaft um in dieser Saison die gesteckten Ziele zu erreichen. Aber jetzt ist ja erstmal Länderspielpause. Und dann kommt Hoffenheim.

Zuletzt möchte ich noch dem Fan der Frankfurter Eintracht, der sich gestern durch einen Sturz schwer verletzt hat, alles Gute und eine schnelle Genesung wünschen. Da wird der Fußball dann ganz schnell zur Nebensache.

Titelbild: Christof Koepsel/Getty Images

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