Die hoffentlich bald wieder glorreiche Eintracht aus Frankfurt benötigt aus den letzten fünf Spielen der Saison noch einige Punkte, um die Verfolger aus Freiburg und Mainz hinter sich zu halten und den siebten Platz, der mindesten nötig ist um noch auf einen europäischen Startplatz zu hoffen, sichern zu können. Von mehr braucht man Stand jetzt nicht zu träumen.
Dass es auf der Zielgeraden nochmal so eng wird, liegt auch und vor allem daran, dass man die Gunst des Spielplans nicht genutzt hat. Man hatte in den ersten neun Spielen unter Albert Riera ein durchaus vielversprechendes Programm. Mit dem Rekordmeister war lediglich einer der Gegner vor der Eintracht platziert. Ansonsten spielte man gegen den 11. (Union), den 14. (Mönchengladbach), den 8. (Freiburg), den 16. (St. Pauli, den 18. (Heidenheim), den 9. (Mainz), den 13. (Köln) und den 17 (Wolfsburg). Alle Platzierungen nach dem 29. Spieltag. Aus den Spielen holte man 15 Punkte und lies konservativ geschätzt entspannte sieben Punkte liegen. Zwei jeweils gegen Union, St. Pauli und Köln und einen gegen Mainz.
Das Problem, das sich aus den holprigen Vorstellungen der letzten Wochen ergibt, ist, dass es das Restprogramm wirklich in sich hat und man keinerlei Polster angelegt hat. Numerisch hat die Eintracht tatsächlich das schwerste Programm aller 18 Mannschaften mit einer durchschnittlichen Platzierung der Gegner von 6,2. Zu Hause empfängt die Eintracht Leipzig (4.), den HSV (12.) und am letzten Spieltag Stuttgart (3.). Dazwischen muss man nach Augsburg (10.) und zum BVB (2.). Und man braucht, wenn man die Zahlen ansieht und den Vergleich zu den letzten Jahren zieht, noch mindestens acht, eher zehn Punkte um den siebten Platz zu sichern.
Was gibt Hoffnung? Der Brauseclub hat noch nie in Frankfurt gewonnen, in der Liga stehen vier Siege und fünf Unentschieden zu Buche; Augsburg reitet ähnlich wie die SGE auch gerade nicht auf einer Welle des Erfolgs; der HSV befindet sich seit Wochen ohne funktionierende Offensive in einer handfesten Krise; beim BVB fällt mir beim beste Willen nichts ein und beim VfB müssen wir hoffen, dass er seine wenig konstanten Auftritte (letzte 10 Spiele 4 Siege, ein Unentschieden und 5 Niederlagen) fortsetzt.
Das nenne ich mal eine Aufgabe. Albert, bitte übernehmen.
Titelbild: Neil Baynes/Getty Images