#FSVSGE oder: Das war nix.

Ganz ehrlich, ich habe mich lange nicht mehr so geärgert. Da hat man einen Gegner quasi auf dem Silbertablett zur Halbzeit und was tut man? Nichts. Man verhält sich in weiten Teilen der zweiten Hälfte mehr oder minder passiv und fängt sich dann den (aus Mainzer Sicht) verdienten Ausgleich. So wurde es wieder nichts mit einem Premierensieg in Mainz.

Dabei hatte es aus meiner Sicht mit einer vernünftigen Aufstellung richtig gut angefangen. Wolf ersetzte erwartungsgemäß den verletzten Chandler, Falette spielte für Russ und Stendera kam für Hasebe ins Team. Somit stellte sich die Mannschaft defensiv in einem 5-1-3-1 oder offensiv in einem 3-3-2-2 auf.

In der ersten Hälfte zeigte die Mannschaft den in den letzten Spielen fast schon obligatorischen Kraftfußball, der oft durch den Einsatz zum Erfolg geführt hat. Und es gab diverse Möglichkeiten:

2. Minute Schuss Stendera, deutlich vorbei nach einer Vorlage von Rebic
12. Minute Schuss von Rebic, der Mainzer TW hatte keine großen Probleme
14. Minute, schöner Konter, aber Wolf kann den letzten Pass von Rebic nicht erreichen
16. Minute, Gacinovic auf Haller, der wird aber gestört und der Ball landet beim Torwart der Mainzer
25./26. Minute diverse Eckbälle der SGE
28. Minute Flanke Wolf, der Mainzer Goalie pflückt den Ball sicher runter
37. Minute Eigentor Bell nach einer tollen Energieleistung von Wolf, der den Ball an der Grundlinie erobert hat

Nicht das wir uns falsch verstehen, das waren jetzt alles keine 100% Chancen, auch das Tor war mehr herausgekämpft denn herausgespielt. Aber es sah alles in allem sehr solide, bestimmend und durchdacht aus.

Auch zu Beginn von Hälfte zwei war es eigentlich noch in Ordnung, ein knappes Abseits von Haller und ein Schuss von Rebic läuteten die zweite Hälfte ein. Und dann versandete es. Für mich sah es so aus, als ob der letzte Meter nicht mehr gemacht wurde, die Mainzer kamen langsam besser ins Spiel und das Tor des kurz vorher eingewechselten Serdar fand ich fast folgerichtig. Mal abgesehen davon, dass diese Situation nie, nie, nie zu einem Tor führen darf, weil sie zwei oder dreimal vorher schon hätte geklärt sein müssen.

Tja, und dann? Dann geht so ein Spiel 1:1 aus. Wobei man gestern Kovac nicht den Vorwurf machen kann, allzu defensiv gewechselt zu haben. Blum für Rebic und de Guzman für Gacinovic waren ok, Russ für Stendera dienten doch nur dazu, Zeit von der Uhr zu nehmen.

Alles in allem würde ich sagen, zwei Punkte verschenkt. Hätte nicht Not getan, war aber zumindest der Atmosphäre im Hause UliStein mit diesen ganzen angeheirateten Rheinhessen zuträglich.

3 Gedanken zu „#FSVSGE oder: Das war nix.

  1. 2

    Diese wieder mal nur eine Halbzeit-Leistung, wenn ich da schriebe wie ich denke, dann wäre das wenig jugendfrei.

    #KoKo – das hätte man nutzen können für „Kovac kotzt“. Er war im Spiel ja auch geladen, das war unschwer zu erkennen.

    Den ganzen jungen Buben hing einfach wieder die eigene Leistung gegen den BVB im Kopf (hoffe ich) und das Wissen, in Schweinfurt auf Sparflamme (hoffe ich) gewonnen zu haben.

    Anfang der Woche sagte ich noch: weiter im Pokal und 4 Punkte aus zweimal freitags abends und ich wäre zufrieden. Jetzt bin ich es nicht mehr, obwohl das Ziel erreichbar wäre.

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