Gefühlt minus eins.

Die ersten zwei Spieltag sind absolviert, pünktlich steht die erste Länderspielpause an. Drei Punkte hat die Eintracht auf ihrem Konto, die sie eher glücklich aus dem Breisgau mitgebracht hat. Und bei der Tordifferenz bewegen wir uns noch bei +1, auch noch positiv.

Aber wenn man ehrlich ist, so ganz zufrieden kann man weder mit Ausbeute noch mit Spielweise sein. Gegen Bremer, die wahrlich nicht die Sterne vom Himmel gespielt haben, war mehr drin als eine unglückliche Niederlage. Klar, mehr als 60 Minuten mit zehn Mann, das schlaucht. Aber abgesehen von dieser vollkommen bescheuerten roten Karte, auch mit zehn hätte man dieses Spiel zumindest unentschieden spielen müssen.

Und damit komme ich zur Spielweise. Ich weiß, neuer Trainer, neues Spielsystem, das braucht seine Zeit. Aber es kann ja wohl nicht sein, dass Die Abwehr phasenweise einen Schwimmwettkampf veranstaltet, dass unser defensives Mittelfeld zwar wirklich gut kämpft aber keinerlei Impulse setzt, so dass die Offensive mal vollkommen in der Luft hängt. Alles, was nach vorne ging, kam meiner Meinung nach über Gacinovic (später de Guzman) und das ‘linke’ Duo Tawatha/Kostic. Für mich wirkt es so, als ob im Spielaufbau das zentrale Mittelfeld quasi umspielt werden muss, und das kann nicht sein.

Und das bringt mich zum Personal. Fernandes ist ein Kämpfer, ein Dauerläufer vor dem Herrn. Aber ernsthafte Impulse sind von ihm nicht zu erwarten. Torró muss sich gerade an die neuen Gegebenheiten gewöhnen, macht das nicht wirklich schlecht. Ich denke, mit einem spielerisch bestimmenderen Nebenmann, sei es ein Fabian, den man weiter zurück zieht, sei es ein in Form befindlicher Hasebe, vielleicht auch ein Stendera, dann könnte das etwas werden. Und zur Winterpause sollte man dann wieder versuchen, einen Spieler für diese Position zu finden.

Fabian? Stendera? Da war doch was. Ach ja, Trainingsgruppe 2 wird aufgelöst. Macht ja auch Sinn. Denn wenn man den Kader so ansieht, könnte es sein, dass die dorthin abgestellten Spieler nochmal bitter benötigt werden könnten. Aber das mit dem Kader werden wir noch in einem separaten Artikel aufgreifen. Versprochen.

Deshalb hier nur ganz kurz zum Abschluss eine Rechenaufgabe: 36 Spieler sind im Kader, davon 5 Torhüter. Abzüglich der sieben Jugendspieler (Stirl, Knothe, Beyreuther, Cetin, Kabuya, Häuser und Mbouhom) bleiben 29 Spieler. Abzüglich der verletzten Salcedo, Chandler und Rebic bleiben 26 inklusive vierer Torhüter. Hüstel.