#SGEOM – Die Kür in langer Unnerhos’!

Donnerstag Abend. Es war kalt, wie erwartet. Eine Hilfe wart ihr nicht bei der Unterhosenfrage – 30:30, sodass ich eben den Kronkorken (nicht verwandt, nicht verschwägert) entscheiden ließ: die Anzahl war ungerade, also mit langer Unnerhos’. Ich habe es nicht bereut.

Unsere Eintracht grundrotiert, mit Russ, Falette, Willems, Tawatha und Gacinovic, dafür aus verschiedenen Gründen draußen Abraham, N’Dicka, de Guzman, Kostic und Rebic.

Eine Choreographie vom Feinsten vor Spielbeginn mit einem fetten, weißen Papierwumms. Der letztlich wohl dafür sorgte, dass die Stehplätze eher wenig sehen durften. Man hat sich quasi selbst zugehängt.

Nach dem Rumms war dann vor dem Rumms. 56 Sekunden dauerte es. Rumms. Jovic. 1:0. Die moralische Spielentscheidung in der ersten Minute, das war zumindest mein Eindruck. Das Slapstick-2:0, ich frage mich, wer das überhaupt so richtig wahrgenommen haben kann. Der Ball war doch sicher, man dachte, OM spielt jetzt irgendwie nach vorne und auf einmal dudelt die Tormusik und Gustavo hat das Ding im eigenen, verwaisten Tor untergebracht. Die moralische Spielentscheidung 2. Teil. Zugegeben, die Räume waren eng, das Pressing der Eintracht schon ein Wahnsinn.

Das 3:0 in Hälfte zwei wieder ein Eigentor, mehr erzwungen wie beim ersten, aber Eigentor ist Eigentor. Kurz darauf das 4:0, wieder Jovic. Wieder ein grandioser Heimsieg, völlig ungefährdet, völlig… bayernesk. Man möge mir verzeihen.

Und auf dem Platz? Klar, es war etwas behäbiger, etwas anders dank der Umstellungen. Aber doch nicht wirklich problematisch. Tawatha, habt ihr den beobachtet? Da sind ja Welten dazwischen zu noch vor ein paar Wochen oder vor einem Jahr. Der Kerl hat einen für mich riesigen Sprung gemacht. Und Willems in der zentralen Mittelfeldverwaltung, Freunde, das geht besser – keine Frage, aber er hat für mich einen mehr als soliden Job gemacht.

Russ und Falette, massiv unauffällig – was ja immer sehr für die Innenverteidiger spricht, nämlich im Sinne von einen guten Job gemacht zu haben. Gacinovic quirlig wie üblich, mit etwas Pech im Abschluß, aber nach wie vor ein wirklich Guter.

4:0 also. Gruppensieger. Sechzehntelfinale. Ein absolutes Kür-Spiel in Rom in Kürze, wo es um gar gar gar nichts mehr geht außer um eventuelle 500000 € Siegprämie. Das hätte ich wirklich nie geglaubt, dass wir – rein statistisch – im Moment Europas beste Mannschaft in Frankfurt haben. 28 Punkte aus den letzten 10 Pflichtspielen. Meine Fresse.

Am Sonntag geht es dann zurück in den grauen Ligaalltag. Wolfsburg kommt. Ich werde zur Abwechslung am Sonntag mal leider nicht dabei sein. Aber ihr macht das schon. Auch wenn es nicht um die Kür, sondern diesmal um die Pflicht geht.

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