Tja.

Was zu erwarten war. Nach der durchaus ansehnlichen Serie von elf Spielen hat die glorreiche Eintracht mal wieder ein Spiel verloren. Ich würde sagen, geschlagen mit den eigenen letztjährigen Waffen. Ein Gegner, der sich auf die Defensive konzentrierte, seine Chancen in wenigen Kontern suchte und leider auch fand.

Und da bewahrheitet sich dann auch, was Adi Hütter ja fast schon wie ein Mantra wiederholt: die Mannschaft muss stets 100% abrufen, sonst langt es nicht. Natürlich, die erste Viertelstunde zu Spielbeginn und nach der Halbzeitpause wurde der Gegner ziemlich eingeschnürt. Aber man konnte manchmal schon das Gefühl bekommen, dass sich die Mannschaft da mehr an den eigenen Fähigkeiten erfreut als zielgerichtet den Torerfolg zu suchen.

Und die Jungs ließen sich auch zu sehr in Scharmützel verstricken und mehr als einer wandelte nah an einer Karte. Und der ein oder andere, vor allen anderen der Kollege Haller, wirkte etwas überspielt und als ob dringend eine Pause vonnöten sei. Kurz gesagt, außer Kostic, Hasebe und Trapp war eigentlich keiner in Normal(hoch)form.

Für mich gab es zwei Ärgernisse: zum einen den Kapitän Marco Russ, der in meinen Augen völlig neben der Spur war, gedanklich und körperlich zu langsam wirkte und Sehnsucht nach Abraham oder Salcedo auf der Position erzeugte. Zumal seine beiden Nebenleute durchaus zu gefallen wussten.

Und dann – mal wieder – die Dauerbaustelle zentrales Mittelfeld. Da ist es besonders auffällig, dass, wenn die Protagonisten einen nicht so tollen Tag haben, das ganze Spiel lahmt. Vielleicht hätte man hier gestern mal auf die Karte Willems und da Costa oder möglicherweise Willems und Stendera setzen können. Im Nachhinein ist man halt immer schlauer.

Nun heißt es, Wunden lecken, Kopf hoch und kommende Woche in Berlin eine neue Serie starten, die dann gern bis Weihnachten gehen kann.