#SGESCF – Im Stile einer Spitzenmannschaft?

Es war kalt im Stadtwald. Ziemlich kalt. Auf den Rängen hat man das gemerkt, eine frostige Stimmung. Auf dem Platz hat man das gemerkt, ein zähes Spiel mit mehr als zähem Auftakt. Und mit einem Ende, an dem man wie ich finde deutlich merkte, dass selbst unten auf dem Platz alle drohten leicht an- bzw. einzufrieren. (Charkiw, weia, da wird’s noch kälter.)

Ein Auftakt nach Maß, schauen wir auf das Ergebnis. Ein fantastischer Rückrundenauftakt, in dem die gesammelte Büffelherde Tore erzielen durfte. Rebic so ein bisschen wie Okocha vor 25 Jahren, rechts, links, zackunddrin, vorher ein einfacher, dreckiger Standard mit einer Portion Glück und Hallers Dickschädel und natürlich Jovic mit seiner frechen Ällabätsch!-Manier.

Ein Gegentor der Marke: Freunde, uffbasse, gut wärs gewesen. Ein videoassistentenaberkanntes Tor wegen eines Fouls von Rebic, was für mich – natürlich mit Vereinsbrille – alles war, aber kein bewusster Ellenbogenschlag. Sei es drum. Gefahr bestand nicht wirklich durch den SC Freiburg. Die waren einfach zu frostig. Was man nach dem Spiel in der Pressekonferenz Christian Streich ja auch anmerkte, der war richtig sauer.

Auf dem Heimweg, so am Bahnhof, traf ich noch ein bekanntes Gesicht, der meine reine Ergebnisfreude übertrumpfen wollte. Warum? Weil ich mit dem Spiel nicht zufrieden war. Das war irgendwie zu langsam, zu wenig zielgerichtet. Das bekannte Gesicht sprach: “Geil, wie eine Spitzenmannschaft! Wir kennen das ja anders.” – ich gab ihm recht, hatte ich das so doch nicht betrachtet.

Im Spiel dachte ich mir, mal an einem Beispiel dargestellt, hey, du Kostic du, was hältst du denn immer quasi genau an der Mittellinie an? Warum bremst du so abrupt ab und bleibst stehen? Wie soll denn der Zug über die Außenbahnen zustande kommen, wenn du nicht weiter reingehst? Okay, das muss die Taktik sein, eine Vorgabe von Hütter für heute, im Wissen, dass Freiburgs konternde Nadelstiche auf Gedeih und Verderb verhindert werden müssen.

Dann sah ich die Pressekonferenz und Hütters Unzufriedenheit. War wohl doch nicht die Ansage, sich so langsam, wenig zielführend zu verhalten. Und schon war ich wieder nur eins: ergebnisfroh, nicht so spielfroh.

Sei es drum, wie ich schon sagte, Auftakt nach Maß, man kann für nächste und übernächste Woche daran arbeiten.

Und der Seppelrode? Krass, überall auf dem Platz, füllte das Spiel, defensiv, offensiv, gute Pässe, gute Spielteilnahme. Das hat mich massiv positiv überrascht. Und es darf gerne so bleiben.

Genießt den Sonntag und den Erfolg, ich bin wieder aufgetaut und ergötze mich heute an der Sonne. Man weiß ja nie, wie lange die so bleibt im Winter.

5 Gedanken zu „#SGESCF – Im Stile einer Spitzenmannschaft?

  1. 1

    Gude korken,
    BlogG scheint mit error 500 (serverfehler) down zu sein -kann einer mal bitte der FR Bescheid sagen?

  2. 5

    korken,

    Wobei, dieses komische Twitter hab ich ja immer noch nicht verstanden. Und Stefans Kommentar finde ich auch nicht. Bin halt kein Digital Native.

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