#FCASGE – So nicht.

Freunde der Nacht, so wird das nichts in der Vorrunde. Gar nichts. Die allenfalls durchschnittliche Truppe des FC Augsburg hat leider gnadenlos nachgewiesen, wie man die nominell sicher sehr gut besetzte Eintracht um die Punkte bringen kann.

Und diese Niederlage hat sich die SGE eigentlich zu 100% selbst zuzuschreiben. Mit drei derartigen Unsicherheitsfaktoren wie Abraham, Hasebe und Chandler auf dem Platz gewinnst du eben auch nicht gegen den Abstiegskandidaten aus dem Süden.

Abraham ist ein Schatten seiner selbst, vor allem gedanklich viel, viel zu langsam. Und das versucht er mit einem Übereifer zu kompensieren, der (kartentechnisch) schnell ins Auge gehen kann. Außerdem hält er seine Position nicht und versucht sich häufig ohne Absicherung vorn mit einzuschalten, was beim 0:1 grandios schief ging. Auch danach war er ein ständiger Gefahrenherd. Für die eigene Truppe.

Chandler merkte man die fehlende Spielpraxis an, er konnte Kostic weder in der Defensive noch bei seinen Ausflügen nach vorn auch nur ansatzweise ersetzen; ich hätte schon zur Halbzeit mit Durm als Ersatz gerechnet, keine Ahnung warum der nicht sowieso von Beginn an auf dem Platz stand.

Und Makoto-san? Ich muss es so sagen, heute hat man gesehen, dass wenn Hasebe nicht mindestens 100% bringt, wird es für uns in der Defensive und im Spielaufbau eng. Verdammt eng. Ich fand ihn vor allem in Halbzeit eins pomadig und überheblich, so nach dem Motto, die schlagen wir doch eh. Und auch in einer (etwas) besseren zweiten Halbzeit konnte er keinerlei Impulse setzen.

Und wenn dann noch das Mittelfeld in der Konstellation noch nie zusammen gespielt hat, Du mit Sow und Silva noch zwei Neuzugänge mehr auf dem Platz hast, dann verlierst Du so ein Spiel.

Gegen wirklich überschaubar gute Augsburger, die halt gekämpft haben und bei einem Schiedsrichter, der die zeitspiel-technischen Schauspiel- und sonstigen Einlagen der Heimmannschaft nicht unterbunden hat.

So hat Adi Hütter bis Donnerstag noch viel, viel Arbeit vor sich. Denn mit einer Mannschaft, in der außer Trapp und mit Abstrichen Rode und Paciencia sowie Kohr in Halbzeit zwei kaum einer die notwendige Qualität zeigte, könnte das am Donnerstag ansonsten eine ganz, ganz bittere Veranstaltung werden.

Ein Kommentar

  1. Moin, das war so ein typisches Spiel, wenn eine weniger spieltecnisch und -taktisch brilliante Truppe auf nominell besser aufgestellte vermeintliche Favoriten trifft und das Heil im Ballgewinn und schnellen Umschaltkontern sieht. Dauer Underdog Teams wie Augsburg wird sowas auch zuhause verziehen, wo sich alle über jedes Jahr Bundesliga freuen.
    So war’s lange bei der Eintracht ja auch.
    Nun läuft die SGE allenthalben als Favorit und vermeintliche oder wirkliche BL Spitzenmannschaft auf. Insbesondere in der Startphase dieser Saison wird sie dieser Erwartungshaltung allerdings noch nicht überzeugend gerecht, auch nicht bei den Siegen gegen Hoffenheim und F95. Einzig gegen Straßburg sah man die Dominanz eines Favoriten.
    Die letzten Spiele sind mit enormem Energieaufwand v.a. in HZ 2 statt souveräner Überlegenheit gerade so hingebogen worden – oder dennoch knapp nicht mehr zu retten gewesen.
    Es fehlt an vielen Stellen an verlässlicher spielerischer bzw. eingespielter Qualität in Abstimmung, Aufbau, Stellungsspiel, Passspiel und Laufwegen, Antizipation oder einfach an individueller Technik, wenn man beispielsweise die Flut von verballerten Flanken sah.
    Hinzu kommt noch eine seltsame latente Torungefährlichkeit bei einigen hinzu.
    Das Ganze macht folglich eine Durchschlagskraft wie in den vergangenen Jahren beinahe zwingend unmöglich.
    Will man mehr sein als Graue Maus ala’ FCA oder Mainz, dann muss man eben zuverlässiger auch mehr drauf haben.
    Da sieht nach enorm viel Arbeit aus.

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