Pause vorbei. Endlich.

Ich gebe es zu. ich habe keine Sekunde Fußball gesehen in der Länderspielpause. Ich kann mich einfach nicht motivieren, 90 Minuten Löw-Fußball zu sehen, wenn es nicht um die WM oder EM geht. Und ich spreche nicht von irgendwelchen Qualifikationsspielen.

Dafür erhöhen die in (un)schöner Regelmäßigkeit eingestreuten Länderspielpausen bei mir natürlich den Eintracht-Entzug. Und heute um 10:30 beginnt die Vorbereitung auf das wie ich denke eminent wichtige Spiel am Freitag gegen Leverkusen. Denn seien wir mal realistisch: verlieren wir das ist für die nächsten Wochen erstmal graues Mittelmaß angesagt. Bei einem Sieg hingegen…

Von der Aufstellung her denke ich, dass Adi Hütter mit dem Team in Bremen sein Gerüst gefunden hat, diese Truppe wird sich jetzt bis zur Winterpause mit der einen oder anderen kleineren Umbesetzung einspielen.

Also bleibt es bei der Dreierkette mit Hasebe, Hinteregger und Touré, außen kämpfen da Costa und Durm auf rechts, während Kostic links gesetzt ist und Chandler wohl eher Ergänzung zu sein scheint.

Dahinter steht – mal mindestens bis zur Winterpause, eigene Gesundheit vorausgesetzt – Frederik Rönnow, der jetzt endlich beweisen kann, ob er damals zu Recht als Nummer eins verpflichtet wurde oder es sich hier um einen ganz großen Irrtum handelt.

Das Mittelfeld dürfte wahlweise mit Kohr, Fernandes oder Kamada, Rode und Sow besetzt sein, während Gacinovic und den anderen leider nur ergänzende Rollen zukommen dürften. Und ganz vorn heißt es zwei aus drei, Dost oder Paciencia dürften neben dem wohl gesetzten Silva agieren.

Apropos Silva. Wenn man sich anschaut, wie Rebic gerade in Mailand auf der Bank versauert, nun noch garniert mit der Verpflichtung des Trainers, wegen dem er damals aus Florenz nach Frankfurt gegangen war, dann denke ich, dass die Eintracht mit Silva eindeutig den besseren Griff getan hat.

Hoffen wir also, dass alle unsere Recken gesund von ihren internationalen Verpflichtungen zurück kommen und dass die kommenden 15 Spiele dazu genutzt werden, eine gute Ausgangsbasis für das Jahr 2020 zu legen. Und hoffen wir darüber hinaus, dass der Trainer schon in der Hinrunde ein glückliches Händchen beim Rotieren hat. Denn so ganz ohne wird es auch in dieser Saison nicht gehen.