Sieben für einen Streich

Nun ist sie also da, die Entscheidung des DFB-Sportgerichts. Sieben Wochen, genau gesagt bis zum 29.12.2019, wurde David Abraham für seinen Bodycheck gegen den Freiburger Trainer aus dem Verkehr gezogen. Die Eintracht hat Einspruch eingelegt, um ihrem Capitano die Gelegenheit zu ermöglichen, sich in einer mündlichen Verhandlung selber zu erklären.

Ich muss ja gestehen, dass mich die Länge der Sperre nicht besonders überrascht hat, denn es war nun mal etwas, was man verdammt nochmal auf dem Fußballplatz nicht macht, weder in der Bundesliga noch in Kreisliga B. Darüber herrscht ja auch Einigkeit, sogar bei den Fans der Frankfurter Eintracht.

Und es ist auch vollkommen egal, ob Streich einen Schritt nach vorn oder wo auch immer hin gemacht hat. Das darf nicht passieren, zumal nicht von einem so erfahrenen Spieler wie David Abraham.

Was mich allerdings – abseits vom eigentlichen Geschehen – noch ganz besonders abgestoßen hat, ist die ‘hängt ihn höher’ Rhetorik einzelner Presseorgane, wobei sich mal wieder die mit den großen Buchstaben ganz besonders hervorgetan haben. Übrigens nach meiner persönlichen Wahrnehmung nahezu ohne Wirkung. Denn alle Fans anderer Vereine, mit denen ich in den letzten Tagen sprach, sahen das ganze als das was es war und ist. Ein bedauerlicher Fehltritt eines einzelnen Spielers. Nicht mehr und nicht weniger.

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