Es hat sich was gedreht #SGEWOB

0:2 gegen Wolfsburg. Heimspielniederlage. Hochverdient, nebenbei. 45 Minuten gegen 10 Wolfsburger.

Ich hatte am Sonntag zugegeben keine Lust, noch irgendwelche Statistiken nachzulesen. Was bei mir von den Anzeigen auf dem Videowürfel hängen blieb: Ballbesitz ungefähr 67:33, Zweikämpfe gleichauf, Ecken 17:1. Tore 0:2 und echte, hochkarätige Torchancen gefühlt 0:4.

Eine Menge Totalausfälle auf dem Platz, für mich Durm, Gacinovic, N’Dicka. Hinzu schwächelnden Kandidaten wie der übervorsichtige Sow und auch Kostic, der irgendwie gehemmt wirkte.

Eine völlig brachliegende rechte Spielseite, zu defensive Anwandlungen im Mittelfeld. Eine riesige Menge Ecken, keine einzige davon einer Glanzparade des Wolfsburger Torwächters geschuldet, was eine Menge über die Qualität der Vorwärtsbewegung aussagt.

Und dazu dieses Gefühl, dass man locker noch hätte 1…2…3 Stunden spielen können ohne ein Tor zu erzielen.

Nur Flanken, vom deutlichen Gegenpressing der Wochen zuvor war eigentlich nichts mehr zu sein, vom One-Touch-Fußball ebenso nicht. In Halbzeit 1 hatte man so gar keine Idee, wie es gehen könnte. Dann kam die gelb-rote Karte zum Halbzeitpfiff. Und es änderte sich genau: nichts.

Dazu eben noch ein totaler Blackout des 3. Torhüters. Tja.

Es hat sich was gedreht. Die Diva mit Herbstloch scheint zurück, die Eintracht ist mal wieder ausrechenbar geworden. Spielt der Gegner nicht irgendwie offensiv mit, so kriegt man schlichtweg eins auf die Mütze. Dann fehlt der Plan B, der Plan C, etwas zu ändern.

Und jetzt kommt auch noch die Unzeit Europaleague zurück, in der man auch zum Siegen verdammt ist. Wobei, ist man das wirklich? Ich würde mir mit Blick auf die Bundesliga ja schon fast wünschen, auszuscheiden. Von mir aus hasst mich dafür, aber ein ordentlich emotionaler Teil von mir denkt wirklich so. Ist diese Saison wirklich alles zu viel, alle Wettbewerbe, die Umstellungen im Team? Es wirkt für mich so.

Ich will eigentlich nicht granteln, versteht mich nicht falsch. Es ist einfach so: eine Chance nach oben gibt es diese Saison, bzw. hätte es gegeben. Und es reicht scheinbar einfach (noch?) nicht.

Naja, das Spiel ging vorbei. Was mich vor dem Ende bereits erdete, so in Minute 75: mein 5jähriger Sohn. “Papi, ich muss dringend Pipi. Aber wir bleiben jetzt hier sitzen bis das zu Ende ist.” – wie gut das mir tat. Und trotz Enttäuschung steckte der Zwerg das doch gut weg. Eigentlich war es er, der mich dann auf dem Heimweg tröstete. Verrückte Fußballwelt.

4 Kommentare

  1. Respekt für den Sohnemann. Der ein oder andere Erwachsene ist ja schon ohne Harndrang leicht angepisst und geht früher.

    Hat dann hoffentlich noch rechtzeitig geklappt mit der Notdurft ;).

  2. “… dass man locker noch hätte 1…2…3 Stunden spielen können… ”

    Ich rate, dann aber trotzdem mal zwischendurch auf’s Klo zu gehen, sonst platzt (zwar nicht der Knoten, aber sonst) was!

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