#SCFSGE – Schöne Bescherung

Die siebte Niederlage aus den letzten zehn Spielen. Der letzte Sieg in der Liga gegen die Bauern. Seitdem ist – vorsichtig formuliert – der Wurm drin. Nur zwei Siege, im Pokal gegen St. Pauli und in der Europa-League gegen den FC Arsenal, dessen Team auch dezent von der Rolle war. Ach ja, und ein Unentschieden gegen Hertha.

Und jetzt steht man nach dem Ende der Hinrunde auf Platz 13, drei Punkte von der Düsseldorfer Fortuna entfernt, die den Relegationsplatz belegt. Fünf Siege, drei Unentschieden und neun Niederlagen, davon alleine sechs in den letzten sieben Ligaspielen. Eine desaströse Bilanz.

Warum?

Man hatte in den letzten Wochen nicht das Gefühl, dass die Mannschaft auch nur ansatzweise wusste, wie sie in die Erfolgsspur zurückfinden soll. Das Personal wurde munter durchgewechselt, bis auf Kostic wurde glaube ich jeder Spieler mal raus- und eventuell auch wieder reinrotiert. Man hatte nicht mehr wirklich das Gefühl, dass hinter dem ganzen ein durchdachter Plan vom Trainerteam steckte. Es schien eher so, als ob nur versucht wurde, Lücken und Defizite kurzfristig zu schließen.

Daneben vermisste man eigentlich schon seit Beginn der Saison einen konstruktiven Spielaufbau, das Mittelfeld war schon die ganze Saison eher die Schwachstelle. Und wenn dann noch mit Sebastian Rode der Mittelfeldmotor schlechthin schwächelt bzw. ausfällt, wird es bitter. Dazu kamen massive Formkrisen bei Spielern, die letztes Jahr den Unterschied machten, namentlich Abraham, Hasebe, da Costa und einige andere.

Und schlussendlich war der Verlust der kompletten ersten Sturmreihe nicht von jetzt auf gleich zu kompensieren. Sicher, Dost und Silva sind namhafte Verpflichtungen, die aber bisher noch nicht ansatzweise das gebracht haben, was notwendig gewesen wäre.

Optionen?

Man wird Verstärkungen für alle Mannschaftsteile benötigen, und die Mannschaft muss im Trainingslager mehr System und Flexibilität eintrainieren. Daher wäre es wichtig, wenn eventuelle Neuzugänge schon mit in die USA fliegen könnten.

Wenn man davon ausgeht, dass die Mannschaft sowohl die Dreier- als auch die Viererkette beherrschen sollte, müsste man eigentlich zwei Spieler für die Defensive verpflichten. Einen, der die Position des rechten Innenverteidigers spielen kann und einen Konkurrenten für Hasebe. das könnten zum Beispiel Vogt von Hoffenheim und Mustafi vom FC Arsenal sein.

Für das Mittelfeld könnte man sich mal mit Duda von Hertha beschäftigen, der eine neue spielerische Komponente und auch eigene Torgefahr in die Waagschale werfen könnte und somit eine gute Ergänzung zu Spielern wie Rode, Kohr und Sow (die beiden Letztgenannten in besserer Form als zum Ende der Hinrunde) bilden könnte.

Dazu gerüchtet man im Sturm Rebic und Ache, die durchaus gute Ergänzungen sein könnten. Mag helfen. Außerdem wird sich sicher der eine oder andere Spieler verabschieden, der sich für die Rückrunde chancenlos sieht.

Neben allen Transferideen geht es aber hauptsächlich um eins, das Spielsystem. Hütter muss die (sehr kurze) Zeit im Trainingslager nutzen, der Mannschaft ein System zu geben, dass den vorhandenen Spielern entspricht und die in der Hinrunde gezeigten Defizite wie Spielaufbau, Chancengenerierung und defensive Grundordnung behebt.

Es gibt viel zu tun. Frohe Weihnachten.

Ein Kommentar

  1. Die glauben aber immer noch das die aktuelle Mannschaft gut genug ist . Momentan sieht es aber so aus , dass die Neuverpflichtungen Dost, Silva ,Kohr und Sow absolute Schwachstellen sind – das heißt man gar die Mannschaft eklatant verschlechtert. Entweder Hütter bringt diese Spieler wieder in die Spur, oder man muss Schulden machen – ein Abstieg wäre der finanzielle Kollarps!

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