#SGEFCU – Ob das so hätte sein müssen

Es war ein Montag zum Vergessen.

Eine leere Stehplatzkurve, die gefühlt vom restlichen Stadion ob des Abwesenheitsprotestes volles Rohr einen in die Fresse bekommen hat, weil sich doch ab und an mal eine gewisse Stimmung breit machte. Und jaja, das war alles Nix von den Rängen, aber so ist das, wenn Menschen über Jahre konditioniert werden, mitzumachen und wenig selbst in die Hand zu nehmen. Geschenkt. Der Protest war berechtigt, ob das in seiner gesamten Form so hätte sein müssen, ich weiß es nicht.

Die Eintracht, nicht die Mannschaft, als Erfüllungsgehilfe. Wer halt trotzdem das Spiel sehen will, der kann auf andere Plätze ausweichen. Stehplatztickets durften nicht in die Ticketbörse eingestellt werden. Ich habe nicht nachgesehen, wie es vor den Stehplätzen aussah, wer hatte die eigentlich “gesperrt und geschlossen”? Seinen eigenen Fans das Hausrecht zu überlassen halte ich persönlich nach wie vor für kritisch. Und dann noch die Mannschaftsaufstellung einfach runterzulesen, “Im Herzen von Europa” wegzulassen, das führte in meinem Umfeld zu massivem Unverständnis und der Aussage “Das ist jetzt noch ein Schlag ins Gesicht der 30000, die hier sind”. Ob das in seiner gesamten Form so hätte sein müssen, ich weiß es nicht.

Die Mannschaft. Wenn die auffälligste Szene des aufgestellten Stürmers Nr. 1 Paciencia ist, dass er dem gegnerischen Torwächter die Schuhe bindet, dann ist alles gesagt. Ein hohes Eckenverhältnis, und wie es mir schon immer so ging, viele Ecken heißen, wir verlieren, das nichts einbrachte. Keine Bewegung, schlechte letzte Pässe, keine Kreativität. Kann passieren. Keine Motivation und kein Wille, ernsthaft jetzt, das ärgert mich, mal wieder diese Saison. Ich bin der letzte der jammert, wenn so ein Kick verloren wird, wenn der Einsatz stimmt. Stimmte nicht. Erschreckende Abwehrfehler (Abraham, was los!?), 2 Torchancen vorne (okay, mehr war es nicht…), die man halt mal machen muss. Und wenn hinten wenig und vorne nix läuft, ja dann… Ob das in seiner gesamten Form so hätte sein müssen, ich weiß es nicht.

Ein halbgefällter Wald auf dem Hin- und Rückweg in Richtung Neu Isenburg. Muss wohl sein. Dass aber der Fußweg, der seit Jahren von vielen vielen Eintrachtfans genutzt wird, von den Baumaschinen schlicht weg weggefahren, zerrumpelt und zermatscht wurde, ekelhaft. Stadt Frankfurt, vielleicht hätte man das irgendwie wieder etwas befestigen können zwischen Waldparkplatz und der Zufahrtsstraße zum selbigen. Denn man fühlt sich so leicht wie ein Wildschwein, wenn man da so langläuft. Ob das in seiner gesamten Form so hätte sein müssen, ich weiß es nicht.

Und jetzt? Hat der Donnerstag gegen Salzburg doch irgendwie wieder über irgendetwas hinweggewischt? Ich glaube nicht, ich hoffe nicht. Aber die Sorge keimt, zumindest ein wenig. Jetzt kommt nämlich wieder Salzburg, und wie ich daheim letzten Donnerstag schon sagte: 4:1 ist gefährlich, trügerisch. Die Leistung muss trotz des tollen Ergebnisses stimmen. Und dann Bremen, wo wir vielleicht wieder zum Sozialarbeiter werden. Und dann eben Mönchengladbach, Leverkusen, Bayern – unterbrochen von Bremen, die 2. im Pokal. Ich will nicht sagen müssen: Ob das in seiner gesamten Form so hätte sein müssen, ich weiß es nicht. Reißt euch am Riemen.

Es war ein Montag zum Vergessen. Mache ich jetzt auch. Denn sich daran zu erinnern hieße immer nur zu sagen: es hätte in seiner Form so nicht sein müssen.

Ein Kommentar

  1. Nein. Es hätte alles nicht so sein müssen. Zwei Fehler weniger von Abraham, ein bisschen mehr Glück vorn und Du gehst (glücklich) mit 2:0 oder 3:0 nach Hause. Und etwas weniger vorauseilender Gehorsam der Eintracht gegenüber einigen wenigen Fans hätte es auch getan.

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