Hausverbot für Thomas B.

Fußball und Politik sind normalerweise einfach keine gute Mischung. Fußball und eine Haltung aber schon. Und das zeigt die Frankfurter Eintracht seit Jahren. Vereint gegen rechts, gemeinsam gegen alle ausländerfeindlichen Tendenzen, gegen Hetze und alle Auswüchse, die unsere demokratische Gesellschaft bedrohen. Da passt kein Blatt zwischen die Fans in der Kurve und die Personen in der Führungsebene.

Eines der letzten Beispiele war der Tweet von Axel Hellmann von Sonntag, der an Eindeutigket wie immer nichts zu wünschen übrig ließ. Dafür schon mal Danke.

Und dann wurde ein Filmchen auf Youtube hochgeladen, das den Redebeitrag von Thomas Berthold im Rahmen der Corona-Demonstration am Sonntag zeigt. Bezeichnenderweise von RT Deutschland, dem Sprachrohr von Wladimir Putin, wenn es darum geht, die Demokratie zu unterminieren. Ich will jetzt gar nicht auf die kruden Thesen des Thomas B. eingehen, ich werde diesen Beitrag auch nicht verlinken. Wer ihn sehen möchte, findet ihn im WWW.

Ich möchte eine Frage aufwerfen. Wie soll die Frankfurter Eintracht mit jemand umgehen, der sich im weiteren Umfeld des Vereins bewegt, sich immer noch (wahrscheinlich für Geld) als “Experte” zur Eintracht in verschiedenen Medien verdingt und sich dann mit solchen Thesen bei einem solchen Event exponiert?

Für mich ist die Antwort klar und eindeutig. Hausverbot für Thomas Berthold. Keinen Millimeter nach rechts und keinen Zentimeter Raum irgendwelchen Extremisten. Jemand wie Herr Berthold, der sich mit Leuten wie Beatrix von Storch, Attila Hildmann und vielen anderen gemein macht, darf im Waldstadion und dem Verein Eintracht Frankfurt keinen Platz finden.

3 Kommentare

  1. Mit seinem Auftreten schadet er letztlich der Eintracht, die sich klar gegen rechts abgrenzt und für Toleranz steht. Das würde selbst bei einem originären Arbeitsverhältnis für eine Kündigung ausreichen. Bei einer freien Mitarbeit reicht es, ihn nicht zu beauftragen. Ein Hausverbot würde m. E. zu viele Geräusche machen und ihm Aufmerksamkeit verschaffen.

  2. Valdepeña,

    darüber kann man sicher diskutieren. Mir ist halt (auch) ein Dorn im Auge, wie er sich im Business-Bereich verhält. Mein Vater sagte immer ‘wie Graf Koks von der Gasanstalt’. Das bin aber (vielleicht) nur ich, dem das sauer aufstößt…

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